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Versäumnis auf der Baustelle

Wer macht sich strafbar?

Zusammen mit zwei Arbeitskollegen sollte Andreas N. (27) in einem Neubau den Estrich verlegen. Nach den Vorarbeiten sollte der Estrich vom Dachgeschoss an aufgebracht werden. Der Kollege Horst P. (31) befand sich im Dachgeschoss, der Kollege Dieter S. (24) außerhalb des Gebäudes beim Wassertank. Andreas N. hatte im Erdgeschoss schon mal angefangen den Schlauch auszulegen, mit dem der Estrich hochgepumpt werden sollte. Dabei übersah er eine Öffnung im Boden. Er fiel durch die Öffnung in das Untergeschoss und verletzte sich schwer. Bei der späteren Analyse des Unfalls stellte sich heraus, dass die Öffnung nicht gesichert gewesen war. Dies stellt einen Verstoß gegen die Unfallverhütungsvorschriften dar.

Am fraglichen Morgen befand sich der verantwortliche Bauleiter zunächst vor Ort. Etwa 20 Minuten vor dem Unfall verließ er die Baustelle. Nach § 229 StGB hat sich der Bauleiter strafbar gemacht wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen. Eine solche Straftat wird allerdings nur auf Antrag verfolgt. Wenn allerdings ein öffentliches Interesse vorliegt, kann von Amts wegen eingeschritten werden.

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BAUZ Zeitung Seite 11

BAUZ kommt.

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