P./Niedersachsen. – Andreas L. (49) fehlen zwei  Fingerkuppen der rechten Hand. Er war dabei, das letzte Teil mit der Kreissäge zu sägen. Und kam plötzlich mit der Hand ins Sägeblatt. Was war passiert?

 

Andreas sägte Holz- und Kunststoffteile für eine neue Form. Das letzte Teil war dran. Routiniert sägte Andreas die letzte Runde. Und schweifte dabei mit seinen Gedanken schon zum wohlverdienten Feierabend. Und dann passierte das Unfassbare: Beim  Wegziehen des Werkstücks griff er gedankenverloren verloren einfach so in das Sägeblatt. Und schnitt sich dabei zwei Fingerkuppen der rechten Hand ab. „Nur für einen Moment war ich nicht voll konzentriert. Und dann das“, erinnert sich Andreas. „Man kann es kaum nachvollziehen. Ich habe so viel Erfahrung an den unterschiedlichsten Sägen. Ein kleiner, gedankenverlorener Moment hat gereicht für diese schwere Verletzung. Ich kann jedem nur raten, immer 100%ig und voll konzentriert an Kreissägen zu arbeiten. Ohne Ausnahme.“

 

„Hektik, Unerfahrenheit und mangelnde Konzentration sind die häufigsten Gründe für schwere Unfälle mit der Kreissäge. Das schnell drehende Sägeblatt ist gnadenlos scharf und verzeiht keine Unachtsamkeit“, so die zuständige Sicherheitsfachkraft. „Herr L. war routiniert und erfahren. An der Kreissäge waren keine Mängel feststellbar. Die Maschine war geeignet für das Sägen von Holz- und Kunststoffteilen. Ein Schiebestock war vorhanden, wurde aber nicht genutzt.“