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Schwarz auf weiss

Folie mit Luft drin

Porträt der beiden Erfinder Alfred Fielding (links) und Marc Chavannes. Chavannes hält ein Stück Luftpolsterfolie hoch.
Alfred Fielding (li.) und Marc Chavannes. Fotos mit freundlicher Genehmigung der Sealed Air Corporation

Alfred Fielding & Marc Chavannes

Ein Duschvorhang als Tapete? Gibt es was Schrecklicheres und Kitschigeres? 1957 war das eine ernsthafte Idee. Sie kam von den Ingenieuren Alfred Fielding und Marc Chavannes. Zum Glück für alle hat sich diese Idee jedoch nie durchgesetzt. Stattdessen führte sie zu einer ganz anderen Erfindung.

Eigentlich waren Fielding und Chavannes auf der Suche nach einer leicht abwaschbaren Tapete. Außerdem sollte sie einfach anzubringen sein. Die beiden Ingenieure klebten dafür zwei Duschvorhänge zusammen. Doch die Tapete war ungeeignet. Und kam bei den Kunden nicht so gut an. Daraufhin versuchten die Erfinder, ihre Duschvorhänge als Isoliermaterial für Gewächshäuser anzubieten. Doch auch hier blieb der Erfolg aus. Dafür erkannten sie etwas anderes. Beim Verkleben entstanden Luftblasen – hervorragend geeignet als schützendes Verpackungsmaterial. So wurde die Luftpolsterfolie erfunden. Heute werden natürlich keine Duschvorhänge mehr zusammengeklebt. Sondern: Die Folie entsteht aus erhitzten kleinen Harzteilchen. Diese formbare Masse läuft über eine Walze mit Vertiefungen und wird dort hineingesaugt. Eine zweite Folie wird daraufgelegt und beide Lagen werden mittels Walze festgedrückt. So entstehen die Noppen, die der Luftpolsterfolie ihre Schutzeigenschaften geben. Seit 2001 hat die Luftpolsterfolie sogar einen Ehrentag. Dieser wird immer am letzten Montag im Januar gefeiert. Am bekanntesten ist die Luftpolsterfolie aber wahrscheinlich für das entspannende Ploppen der Blasen.

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