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Ungeeigneter Kunststoff

Plastikrad floppt

Seitlicher Blick auf das Fahrrad mit hellblauem Rahmen. Es steht mit dem Vorderrad nach rechts.
Foto: www.auctionnet.com

Es sollte ein Liebhaberstück werden. Ein leichtes Plastikfahrrad, das lange hält und nicht rostet. Geliefert im Pappkarton. Doch die Idee floppte.

Erfunden wurde das Plastikfahrrad „Itera“ in den 1980ern in Schweden. Es sollte preiswert, leicht und extrem lang haltbar sein. Kurbeln, Gabeln, Pedale und Felgen bestanden aus Kunststoff. Jeder sollte das Plastikfahrrad einfach bestellen und selbst zusammenbauen können. Dafür gab es den 20-Kilo-Bausatz im Pappkarton. Nur das Hinterrad kam vormontiert mit dem Rahmen. So weit, so gut. Doch tatsächlich kostete das Itera mehr als ein normales Stahlfahrrad. Oft fehlten Teile oder wurden kaputt angeliefert. Nur erfahrenen Bastlern gelang es, das Fahrrad zusammenzubauen. Der Kunststoff entpuppte sich als ungeeignet. Im Sommer weichten die Teile auf. Das Plastikrad begann zu schlingern. Im Winter wurde es bretthart und brach. Nach drei Jahren und 30.000 Stück war Schluss. Viele Kartons verschwanden ungeöffnet in schwedischen Kellern. Und das Itera landete im Helsingborger Museum des Scheiterns.

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BAUZ 37 Dafür nicht geeignet Seite 12

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