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Förderpreis 2003

Arbeit – Sicherheit – Gesundheit

Logo des Förderpreises

Beim gemeinsamen Förderpreis der Steinbruchs- Berufsgenossenschaft und der Bergbau- Berufsgenossenschaft wurden starke Teams und kluge Köpfe mit neuen Ideen zum Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgezeichnet. Wieder gab es Preise im Wert von 100.000 Euro. Die Preisträger wurden im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg geehrt.


Förderpreis - Sicherheitstechnik

(K)eine heiße Sache

Die Mitarbeiter der Dyckerhoff AG haben einen Risikofaktor ihrer Arbeit entschärft.
Die Mitarbeiter der Dyckerhoff AG haben einen Risikofaktor ihrer Arbeit entschärft.

Sieben von insgesamt 174 eingereichten Beiträgen wurden prämiert. Der Förderpreis in der Kategorie Sicherheitstechnik ging an Jörg Kriege, Reinhard Machill, Dirk Schäpers und Hans Zimmer von der Dyckerhoff Zement AG. Von ihnen wurde ein neues System zur gefahrlosen Probenahme von Heißmehl bei der Zementherstellung entwickelt. Bei diesem System befindet sich der Probenahmelöffel in einem geschlossenen Rohr. Er wird in den Materialstrom geführt und anschließend über ein Schleusensystem zurückgezogen. Weil keine offene Verbindung zum heißen Materialstrom besteht, kann es bei der Probenentnahme nicht mehr zu Verbrennungen kommen.


Förderpreis - Organisation & Motivation

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Jochen Dreschner mit seinem Modell zur Demonstration des Themas Ladungssicherung
Jochen Dreschner mit seinem Modell zur Demonstration des Themas Ladungssicherung

Den Preis in der Kategorie Organisation/Motivation bekam Jochen Drescher von der Rheinkalk GmbH & Co. KG für ein neues Unterweisungskonzept zum Thema Ladungssicherung. Kernelement seiner Idee ist das spielerische Erlernen von praktischem Know-how. Dazu gehört das Üben an Modellen. Auf einer schiefen Ebene kann sofort überprüft werden, ob die Ladung korrekt gesichert wurde. Danach werden die Ergebnisse diskutiert und auf die Praxis übertragen.

Jacques Thibaut
Jacques Thibaut

Auch ein Betrieb aus Frankreich gehörte zu den Preisträgern: Jacques Thibaut von Thibaut S.A. erfand eine neuartige Diamantseilsäge. Mit ihrer Hilfe können Natursteinblöcke horizontal liegend zu Platten und Tranchen aufgesägt werden, anstatt wie bisher vertikal stehend. Dabei verhindert ein integriertes automatisches Keil-Setzsystem ein Wegbrechen der bereits aufgesägten Teile. Der Natursteinblock und die einzelnen Platten können bei dieser Säge-Methode nicht mehr seitlich umfallen - ein Verletzungsrisiko weniger. 

Horizontales Sägen von Naturstein: Ein neues Keil-Setzsystem verhindert das Wegbrechen der bereits gesägten Teile.
Horizontales Sägen von Naturstein: Ein neues Keil-Setzsystem verhindert das Wegbrechen der bereits gesägten Teile.

Sonderpreis

Alles bestens im Griff

Norbert Voß zeigt seine Schutzhandschuhe
Norbert Voß zeigt seine Schutzhandschuhe

Norbert Voß von der Alsen AG bekam einen Sonderpreis für die Entwicklung eines neuen Arbeitshandschuhs. Der Handschuh schützt besonders den häufig von Verletzungen betroffenen Handrücken, ohne dabei an Funktionalität einzubüßen. Ein Handschuhhersteller hat diese Idee bereits aufgegriffen und erfolgreich erprobt. Der Schutzhandschuh wird also bald im Handel erhältlich sein.

Das automatisch wirkende Bandführungssystem...
Das automatisch wirkende Bandführungssystem ...

Ein weiterer Sonderpreis ging an das südafrikanische Unternehmen Tru-Trac Rollers (Pty) Ltd. Hier wurde von John Cumberlege, Hilton Rogoff, Jonathan Rogoff, Paul Savage und Benny Strydom ein neues Rollensystem erdacht, mit dessen Hilfe Bandschieflauf von Transportbändern automatisch korrigiert wird. Über eine spezielle Aufhängung der Tragrolle werden Stellkräfte erzeugt, durch die der Förderbandgurt automatisch zentriert wird. Er wird in den Materialstrom geführt und anschließend über ein Schleusensystem zurückgezogen. Weil keine offene Verbindung zum heißen Materialstrom besteht, kann es bei der Probenentnahme nicht mehr zu Verbrennungen kommen.

...und seine Erfinder: John Cumberlege, Benny Strydom, Jonathan Rogoff.
...und seine Erfinder: John Cumberlege, Benny Strydom, Jonathan Rogoff.

Sonderpreis

Ein leuchtendes Beispiel

Jörg Ulitsch zeigt einige Probestücke der reflektierenden Betonsteinoberfläche.
Jörg Ulitsch zeigt einige Probestücke der reflektierenden Betonsteinoberfläche.
Sonderpreisträger Volker Weidemann
Sonderpreisträger Volker Weidemann

Auch Jörg Ulitsch und Reinhard Steinert von der Fritz Herrmann GmbH & Co. Betonsteinwerke KG und Bernd Noack vom Verfahrenstechnischen Institut in Saalfeld wurden mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Sie entwickelten eine reflektierende Betonsteinoberfläche. Das neue Material wird während des Herstellungsprozesses als Vorsatzbetonschicht aufgebracht. Die hervorragende reflektierende Wirkung wurde bereits von einer unabhängigen Materialforschungs- und -prüfanstalt durch ein Prüfzeugnis nachgewiesen. Diese Neuerung leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Verringerung von Stolper- und Sturzunfällen.

Der automatische Transporthaken wird vom Boden aus entriegelt.
Der automatische Transporthaken wird vom Boden aus entriegelt.

Den vierten Sonderpreis bekam Volker Weidemann von der Lösch Systembauteile GmbH & Co. KG für seinen selbst sichernden, automatischen Transporthaken für große Betonfertigteile. Der Haken kann nach dem Absetzen des Bauteils pneumatisch vom Boden aus entriegelt werden. So erübrigt sich die risikoträchtige Benutzung von Anlegeleitern beim Ein- oder Aushängen von Anschlagmitteln. Ein Unfallschwerpunkt in der Beton- und Fertigteilindustrie wurde so entschärft.

Kontextspalte

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.