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So kommt der Unfall in die BAUZ

Hinter den Kulissen

Hier viel Harald K. 13 Meter in die Tiefe

5. Oktober 1999: Harald K. (43, Name und Alter von der Redak­tion geändert), Verantwortlicher für die elektrische Anlage in einer Bauschutt-Recycling-Firma, geht wie ge­­wohnt seiner Arbeit nach. Er will nur mal schnell etwas nachmessen und springt die Stufen des Silo-Gerüstes hoch. Oben angekommen, stößt er sich den Kopf an einem Stahlträger, verliert seinen Helm. Gleichzeitig rutscht er auf herumliegendem Schutt aus, fällt auf ein darauf liegendes Blech und rutscht zwischen Fuß- und Knie­leiste des Lauf­steg-Geländers hindurch. Die Folge: Harald stürzt 13 Meter in die Tiefe. Prallt zwei Meter über dem Boden auf eine Förderbandkonstruktion und zertrümmert sich den Schä­­del. Er stirbt noch bevor er auf dem Boden aufschlägt.

Noch am  glei­chen Tag trifft der zu­ständige Technische Auf­sichts­­beamte (TAB) der Steinbruchs-Berufsgenos­sen­schaft (StBG) am Unfall­ort ein. Er untersucht den Unfall, re­konstruiert den Her­­gang, macht Fotos vom Unfallort und der Leiche. Hier darf kein Detail unentdeckt bleiben – schließlich soll so etwas nie wieder passieren.

BAUZ bringt Artikel zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Haralds Unfall z. B. war tragisch. BAUZ hilft durch die Veröffentlichung mit zu ver­mei­den, dass anderen das Gleiche passiert!
BAUZ bringt Artikel zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Haralds Unfall z. B. war tragisch. BAUZ hilft durch die Veröffentlichung mit zu ver­mei­den, dass anderen das Gleiche passiert!

10. April 2001: Der leitende TAB nimmt zusammen mit seinen Kollegen aus ganz Deutschland an der Redaktionssitzung der ersten BAUZ teil. Dort berichtet er von Haralds Fall, der inzwischen abgeschlossen ist. Die Redaktion beschließt, in der BAUZ-Zeitung über den Unfall zu berichten.

15. Mai 2001: Der Unfallbericht und die Fotos treffen bei der Redaktion ein. Die nimmt Haralds Geschichte zum Anlass, die Unfallursachen zu a­na­lysieren und alle Faktoren herauszuarbeiten, die bei der Entstehung von Unfällen eine Rolle spielen. Denn das klare Ziel von BAUZ und der StBG heißt: Unfälle vermeiden. Und das geht umso besser, je mehr man über die Ursachen und Hintergründe weiß. Namen und Orte des Falles werden verändert, um die betroffenen Perso­nen zu schützen. Die BAUZ-Redaktion bearbeitet nicht nur diesen, sondern zahlreiche andere Unfälle aus ganz Deutschland. In den kommenden Wochen und Monaten wird bei Experten nachgefragt, recherchiert und aufbereitet – die erste BAUZ-Zeitung nimmt Gestalt an.

11. September 2001: Offizieller Start der BAUZ-Kampagne. Die allererste BAUZ-Zeitung erscheint – mit Haralds Unfall als Aufmacher. Auflage: etwa 300.000 Exemplare. Viele Menschen lesen, wie der Unfall passiert ist, se­hen die schrecklichen Bilder – und werden so vor tödlichem Leichtsinn, Fahrlässigkeit und Unaufmerksamkeit gewarnt.

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 8

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.