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Zu kräftig für die Leiter

Harter Aufprall auf Stahl

Nachgestellt: Eine intakte Leiter und ein Kollege, der sie festhält. Alles scheint sicher zu sein, bis Michael K. durch seinen Krafteinsatz oben die Leiter zu Fall bringt.
Nachgestellt: Eine intakte Leiter und ein Kollege, der sie festhält. Alles scheint sicher zu sein, bis Michael K. durch seinen Krafteinsatz oben die Leiter zu Fall bringt.

H./Niedersachsen. Michael K. (43) soll beim Abbau einer mobilen Mischanlage helfen. Dazu muss die Anlage abgeplant werden. Alles kein Problem, bis es plötzlich hakt: Eine Befestigungsöse der Plane ist zugebogen. Michael steigt auf eine Leiter, um sie mit einem Zimmermannshammer aufzubiegen.

Damit nichts passiert, hält Michaels Kollege Bernd F. (52) die Leiter fest. Aber denkste! Die Öse sitzt extrem fest, da rührt sich erstmal gar nichts. Michael setzt den Hammer noch einmal neu unter der Öse an und drückt mit aller Kraft zu. Zu kräftig für die Leiter – und für Bernd. Denn der hat nicht mit so viel Widerstand gerechnet. Die Leiter rutscht ihm unter den Händen weg. Verzweifelt versucht er gegenzuhalten. Doch zu spät: Ein Schrei – und ehe er sich’s versieht, knallt Michael K. aus zwei Metern Höhe auf den Stahlfuß der Anlage. Er spürt sofort das Krachen im linken Arm. Kurz darauf kommt der Schmerz. Michael wird speiübel. Bernd F. leistet sofort Erste Hilfe. Dann verfrachtet er seinen Kollegen ins Auto und fährt ihn zum nächsten Krankenhaus. Die Diagnose: ein komplizierter Bruch beider Unterarmknochen des linken Armes. Eine Operation ist notwendig. Michael K. wird so schnell wohl keiner Öse mehr zu Leibe rücken.
„Auf Leitern sollte man sich grundsätzlich mit solchen Kraftakten zurückhalten“, meint Kollege Bernd F.

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BAUZ Zeitung Seite 8

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