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Die Geschichte von Matthias Lange

Gelähmt nach schwerem Unfall

Trotz des harten Schicksalsschlages gibt Matthias Lange nicht auf.
Trotz des harten Schicksalsschlages gibt Matthias Lange nicht auf.

Es ist ein dunkler und kalter Donnerstagmorgen im Januar. Wie an jedem Arbeitstag fährt der angehende Energieelektroniker Matthias Lange (17) mit dem Moped zur Arbeit. Doch heute kommt Matthias nicht wie sonst pünktlich um 6 Uhr dort an.

Ein entgegenkommender Autofahrer will nach links abbiegen, übersieht Matthias auf dem Moped – und verpasst seinem Leben eine abrupte Wende. Es kracht gewaltig. Matthias trägt schlimme Verletzungen davon. Die schwerste: Eine Querschnittslähmung. Matthias ist von nun an auf den Rollstuhl angewiesen.

Die nächsten Monate verbringt Matthias in Kliniken, um seine Verletzungen auszukurieren und den Umgang mit dem Rollstuhl zu lernen. Trotz des harten Schicksalsschlages gibt er nicht auf. Tatkräftige Unterstützung bekommt er von seiner Familie und dem Berufshelfer der Berufsgenossenschaft.

Ein starker Partner
Die BG sorgt dafür, dass Matthias finanziell abgesichert ist. Seine Eltern bekommen Fahrtkostenzuschüsse für Besuche in der Klinik. Im elterlichen Haus wird ein komplettes Stockwerk auf BG-Kosten behindertengerecht umgestaltet: Türen verbreitert, Schwellen beseitigt, Schalter und Steckdosen in der richtigen Höhe verlegt, der Fußboden rutschfest gemacht, das Badezimmer rollstuhlgerecht ausgestattet und ein Rollstuhllift installiert.

Matthias will mehr
Matthias lässt sich nicht unterkriegen und beschließt Informatikkaufmann zu werden. Er bekommt einen rollstuhlgerechten Internatsplatz und beginnt mit der Ausbildung. Um mobiler zu werden, nimmt Matthias Fahrschulunterricht. Zu seinem 18. Geburtstag besteht er die Prüfung und bekommt kurz danach ein Auto, das mit finanzieller Unterstützung der BG eigens für ihn umgebaut wird. Der Weg vom Internat zum Ausbildungsplatz ist damit kein Problem mehr.

Drei Jahre später schließt Matthias die Ausbildung mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis ab. Und auch privat lässt er sich nicht unterkriegen, trainiert täglich seine Beweglichkeit, ist begeisterter Modellflieger und fährt genau wie jeder andere in den Urlaub – ganz nach seinem Motto: „Lass dich nicht behindern!“

Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung des HVBG (Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften), Sankt Augustin

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BAUZ Zeitung Seite 7

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