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Arbeit aus Radladerschaufel

Zwei Finger abgequetscht

Hier wurden die Finger eingequetscht

F./Brandenburg. Klaus K. (27) ist wütend – auf sich und seinen Kollegen Julius L. (23). Keiner hatte geglaubt, dass bei dieser Routinearbeit etwas passieren könnte. Und jetzt das: seine linke Hand ist immer noch dick verbunden. Nach dem Unfall fehlen ihm zwei Finger.

„In der Nacht hatte es gefroren. Julius und ich sollten raus und die Zufahrtsstraße im Bereich eines steilen Anstiegs streuen“, berichtet Klaus K. „Ein geeignetes Streufahrzeug gibt’s bei uns nicht. Also transportierten wir den Splitt im Radlader bis zur Streustelle. Dort stieg ich in die Schaufel, um den Splitt rauszuschaufeln“. Währenddessen hielt Julius L. die Schaufel in Dreiviertelstellung. „Ich dachte, dass Klaus loslegt, doch dann gab er mir das Zeichen die Schaufel zurückzukippen“, erzählt Julius L. „Der Splitt lief schon über. Also kippte ich die Schaufel zurück in die Ausgangsposition“. Im Unfallbericht hieß es später: Klaus K. hielt sich im Moment des Kippens mit seiner linken Hand an einem rückseitigen Aufsatz der Laderschaufel fest. So wurde er mit der Hand gegen die Konstruktion der Kippvorrichtung gedrückt und eingequetscht. Zwei seiner Finger wurden dabei so stark verletzt, dass sie später im Krankenhaus nicht gerettet werden konnten.

Hier sieht man die Baggerschaufel

Bei der Unfalluntersuchung wurde außerdem festgestellt, dass beide Beschäftigten nachlässig handelten. Klaus K. hätte darauf warten müssen, dass Julius L. die Schaufel ordnungsgemäß absetzt. Erst dann hätte er sie betreten dürfen. Julius L. wiederum hätte mit der Radladerschaufel keine Bewegung mehr ausführen dürfen, nachdem Klaus K. diese betreten hatte.“

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BAUZ Zeitung Seite 5

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