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Betonblock stoppt Radlader

Kopf des Fahrers zerschlägt Scheibe

Peter hatte die Schaufel auf dem Kieslagerplatz entleert ...
Peter hatte die Schaufel auf dem Kieslagerplatz entleert ...

F./Bayern. Kieswerksarbeiter Peter H. (45) ist in Eile. Gerade hat er mit dem Radlader eine Schaufel Kies abgeladen, als ihm über Funk eine Störung in der Anlage gemeldet wird. Jetzt heißt es möglichst zügig zur Störstelle zu kommen.

... und fuhr nach Erhalt der ­Störungsmeldung mit erhobener Schaufel zurück – genau auf den Betonblock zu.
... und fuhr nach Erhalt der ­Störungsmeldung mit erhobener Schaufel zurück – genau auf den Betonblock zu.

Peter wendet mit hochgehobener Schaufel und fährt los. Die tief stehende Sonne blendet ihn über die Innen- und Außenrückspiegel. Peter H. ist das egal, es ist ja nicht mehr weit. Plötzlich ein abrupter Stopp und ein ohrenbetäubendes Krachen. Peter H. wird aus dem Sitz herausgeschleudert. Er knallt mit voller Wucht den Kopf voran gegen die Frontscheibe, die augenblicklich zerbricht. Dann wird alles schwarz.

Nachgestellt: Über diesen Rückspiegel wurde Peter von der tiefstehenden Sonne geblendet.
Nachgestellt: Über diesen Rückspiegel wurde Peter von der tiefstehenden Sonne geblendet.

„Der Unfall passierte, weil Herr H. aufgrund des angehobenen Arbeitsgerätes und der tief stehenden Sonne praktisch blind gefahren ist“, erklärt der zuständige Werksleiter. „Ein Beckengurt im Radlader hätte die Unfallfolgen sicher gemindert.“ Neben einer schweren Gehirnerschütterung und Schnittverletzungen im Gesicht erleidet Peter H. zusätzliche Prellungen und Abschürfungen, weil er in benommenem Zustand aus dem Radlader aussteigen will und dabei von der Abstiegsleiter stürzt.

Blick aus dem Führerhaus bei angehobener Schaufel, wie zum Unfallzeitpunkt.
Blick aus dem Führerhaus bei angehobener Schaufel, wie zum Unfallzeitpunkt.

Der prüfende Blick aus der Fahrerkabine zeigt: Peter H. hatte keine Chance, den Betonpfeiler rechtzeitig zu sehen. Das 2,20 m hohe Hindernis wurde komplett durch die Schaufel verdeckt, die sich beim Aufprall noch auf einer Höhe von etwa 1,80 m befand. Der Zusammenstoß muss für Peter H. wie ein Schock gekommen sein.

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BAUZ Zeitung Seite 4

BAUZ kommt.

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