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Rundherum Wasser und trotzdem abgebrannt

Ein Betrieb vor dem Ruin

Die Gummiauskleidung dieser Schurre geriet beim Schweißen in Brand.
Die Gummiauskleidung dieser Schurre geriet beim Schweißen in Brand.

A./Baden-Württemberg. Ralf M. (27), Betriebsschlosser in einem Kieswerk, soll eine schadhafte Stelle an einer Austragsschurre reparieren. Die ist aus Metall, also sieht Ralf keinerlei Brandgefahr.

Was Ralf nicht bedenkt: die Schurre ist zum Teil mit Gummi ausgekleidet. Und das brennt sehr wohl. Während Ralf schweißt, entzündet sich das Gummi. Durch die einströmende Luft breitet sich der Brand in Windeseile aus.

Auch die Kunststoffsiebe hielten den Flammen nicht lange Stand.
Auch die Kunststoffsiebe hielten den Flammen nicht lange Stand.

Schon nach kürzester Zeit fangen auch die Kunststoffsiebe Feuer. Die gesamte Anlage umgibt jetzt dichter, beißender Qualm. Ralf kann sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Selber löschen ist nicht mehr möglich.

Schließlich brennen auch das Hauptstromkabel und die Verteilung. Damit fallen auch die Wasserpumpen aus. Die Folge: Obwohl im Kiesteich ausreichend Wasser vorhanden ist, kann der Betrieb nicht selbst löschen. Die Berufsfeuerwehr wird gerufen.

Als die Verteilung brannte, waren auch die Wasserpumpen nicht mehr zu gebrauchen.
Als die Verteilung brannte, waren auch die Wasserpumpen nicht mehr zu gebrauchen.

Fazit nach einem dramatischen Löscheinsatz: Ein sechsstelliger Sachschaden und ein kompletter Betriebsstillstand über einen Monat. Für das Kieswerk kann dies das Aus bedeuten. Dass bei dem Unglück niemand verletzt wurde, grenzt an ein Wunder.

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BAUZ Zeitung Seite 5

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