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Kurz notiert

Gerichtsurteile

Auf eigene Gefahr – Schadensersatzanspruch trotz Schild

Dieses Schild befreit nicht automatisch von Schadenersatzansprüchen. Das erfuhr auch die Eigentümerin eines Parkdecks. Ein Fußgänger war bei Nässe auf der Zufahrts-Rampe gestürzt und hatte sich verletzt. Das Gericht entschied: Die Freizeichnung durch das Schild gilt nicht für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Die Eigentümerin habe jedoch grob fahrlässig gehandelt, da bekannt war, dass die Rampe bei Nässe glatt wird und somit eine Verkehrssicherungspflicht bestand.

(OLG Bamberg, 1 U 107/03)

Sturz durch Lichtschacht bei Uniparty

Während einer Uni-Party wollte eine Studentin im Freien austreten. Dabei betrat sie eine begehbare Dachfläche. Im Dunkeln stürzte sie durch eine ungesicherte Lichtkuppel und verletzte sich sehr schwer. Sie bekam 16.000 Euro Schmerzensgeld vom Land, da ihr Sturz durch einfache Mittel, wie etwa ein tragfähiges Schutzgitter, vermeidbar gewesen wäre. Wegen ihres leichtsinnigen Verhaltens traf die Studentin allerdings ein Mitverschulden von 20%.

(OLG Hamm, 27 U 215/00)

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BAUZ Zeitung Seite 1

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.