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Kampagne gegen Smartphones am Steuer

Tippen tötet

Banner wie dieses, an einer Fußgängerbrücke über einer Schnellstraße, sollen auf die Kampagne gegen die Nutzung von Smartphones während der Autofahrt aufmerksam machen.
Foto: Armin Plöger
Wer allein drei Sekunden den Blick von der Straße auf sein Handy richtet, legt je nach Geschwindigkeit eine weite Strecke „blind“ zurück, wie die Rechnung auf diesem Handydisplay verdeutlicht.
Foto: iStock.com/pixelfit

Wer würde beim Fahren mit 100 km/h freiwillig die Augen schließen? Wohl niemand. Denn im Blindflug unterwegs zu sein, ist schon bei geringen Geschwindigkeiten lebensgefährlich.

Untersuchungen mit Eyetracking-Kameras zeigen: Wer beim Fahren tippt, bringt sich und andere in Lebensgefahr. Denn mehr als die Hälfte der Strecke wird dabei aufs Display geblickt statt auf die Fahrbahn, wenn die WhatsApp-Funktion angesteuert, der Chat ausgewählt, der Name des Gesprächspartners aufgerufen, die Nachricht gesprochen oder geschrieben und dann verschickt wird. Das heißt: Wer am Steuer tippt, ist im Blindflug unterwegs, zum Teil bei hohen Geschwindigkeiten. Die Ablenkung ist riesig und kann jederzeit tödlich sein. Gerade Berufspendler, die auf vertrauten Strecken unterwegs sind, sollten sich dieses Risiko bewusstmachen. Die Kampagne „Tippen tötet“ empfiehlt deshalb: Hände ans Steuer und Augen auf die Straße. Smartphones vor Abfahrt stumm schalten oder ins Handschuhfach legen.

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BAUZ 32, Seite 5

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.