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Eingezogen unter Förderband

Gefräßiges Biest

Nachgestellt: Unter diesem Förderband wurde zunächst die Harke und dann der Arm eines Mitarbeiters zwischen Flachrolle und Gurtband bis zur Achsel eingezogen, so dass er sich nicht selbst befreien konnte.
Foto nachgestellt

L./Rheinland-Pfalz. – Sebastian O. (33) war mit einer Harke unterwegs. Eigentlich sollte er die laufenden Förderbänder kontrollieren. Als er sich unter der Anlage im Bereich des Abstreifers befand, schnappte die Anlage zu. Und hielt ihn quälend lange 30 Minuten gefangen.

Sebastian wurde mit dem linken Arm bis zur Achsel zwischen Flachrolle und Gurtband so weit eingezogen, dass er sich nicht selbst befreien konnte. Und die Harke gleich mit. Ein Kollege hörte seine Hilferufe und leitete die Rettungskette ein. Sebastian erlitt schwere Verletzungen an der linken Schulter und dem Arm. Haut und Gewebe wurden großflächig weggeschliffen. Um Sebastian zu retten, mussten diverse Teile der Anlage demontiert werden.

Fazit: Im Normalbetrieb wirken Förderbänder eher harmlos und ungefährlich. Doch wenn Schutzgitter fehlen, werden sie zu lebensgefährlichen Gegnern. Auch unter dem Förderband besteht die Gefahr, eingezogen zu werden. Wer meint, er könne dies durch schnelle Reaktion verhindern, liegt falsch. Die Praxis zeigt: Nicht nur Ärmel und Handschuhe, sondern auch mitgeführte Gegenstände wie Besenstiele, Schaufeln oder Flacheisen werden eingezogen – und mit ihnen der Arm und im schlimmsten Fall die ganze Person.

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BAUZ 31, Seite 5

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