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Elektronische Geruchsorgel

Echt dufte!

Die Geruchsorgel besteht aus einer Vielzahl von Rohren, aus der verschieden Düfte strömen. Das Geheimnis dabei: Die Gerüche werden schnell im Raum verteilt, verschwinden aber auch ebenso schnell wieder.
Smeller 2.0 ist eine Anlage, die vielfältigste Gerüche verströmt. Foto: SMELLER 2.0 / Osmodrama von Wolfgang Georgsdorf (http://osmodrama.com); Bild: Gianmarco Bresadola

Sie ist sechseinhalb Meter breit, drei Meter hoch und anderthalb Tonnen schwer. Mit der Geruchsorgel Smeller 2.0 wird der Traum wahr, dass man Filme und Musik nicht nur sehen und hören, sondern auch riechen kann.

Ein altes Pferd. Ein Feuer. Eine salzige Meeresbrise. Reife Mangos. Der Geruchssinn des Menschen ist wie kein anderer mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden. Das birgt neue Möglichkeiten, Musik und Filme anders wahrzunehmen, zum Beispiel, wenn eine Maschine eine Duftspur hinzufügt. Der österreichische Künstler Wolfgang Georgsdorf baute in Zusammenarbeit mit Experten aus Parfümistik, Klimatechnik, Industriedesign, Informatik, Chemie und Physik eine solche Anlage, die er Smeller 2.0 nennt. Diese funktioniert wie eine Orgel, die auf Tastendruck vielfältigste Gerüche verströmt – vom erlesenen Duft bis hin zum üblen Gestank. Das Geheimnis dabei: Die Gerüche werden schnell im Raum verteilt, verschwinden aber auch ebenso schnell wieder. Auf diese Weise entstehen Geruchsfolgen, die wie Bilder oder Töne kommen und gehen. Der Zuschauer verknüpft Gesehenes und Gerochenes mit eigenen Gefühlen, Erinnerungen und Fantasien.

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BAUZ 31, Seite 12

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.