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Schwarz auf weiß

Experiment schiefgelaufen

Gummi erfunden

Der US-amerikanische Chemiker erfand durch ein schiefgelaufenes Experiment das Gummi, das auch heutzutage wichtig für die Herstellung von Autoreifen ist.
Foto: iStockphoto

Gummi ist ein wichtiges Material. Ohne Gummi gäbe es zum Beispiel weder Förderbänder noch Autoreifen oder Gummistiefel. Dabei war die Erfindung reiner Zufall.

Grundlage des Materials ist der sogenannte Kautschuk. Das ist ein Saft aus Bäumen, die ursprünglich in Südamerika wuchsen. Die Völker Südamerikas nutzten den Kautschuk bereits um 1600 v. Chr. in vielfältiger Weise, zum Beispiel für Schläuche, Gefäße oder Fackeln. In Europa begann man erst um 1760 mit dem Kautschuk zu experimentieren. In der Zeit wurden auch einige Dinge erfunden, wie das Radiergummi oder erste Modelle von Regenmänteln und Gummistiefeln. Allerdings war das Material schwer zu gebrauchen. Es war bei Hitze klebrig und bei Kälte brüchig. Viele Jahre vergingen, in denen weiter experimentiert wurde. Unter anderem wollte der US-amerikanische Chemiker Charles Goodyear den Kautschuk gegenüber extremen Temperaturen unempfindlich machen. Dafür mischte er dem Kautschuk verschiedenste Chemikalien hinzu. Goodyear probierte es immer wieder, ohne Erfolg. Es musste erst etwas schiefgehen. Im Jahre 1839 fiel dem Chemiker eine Schwefel-Kautschuk-Mischung auf eine heiße Herdplatte. Das Material wurde daraufhin trocken und blieb trotzdem elastisch. So erfand Charles Goodyear mittels „Vulkanisation“ – also enormen Erhitzens – das Gummi.

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BAUZ 30, Seite 6

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