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Alles im Gleichgewicht

Drehen und beschleunigen

Der Gleichgewichtssinn hilft auch bei schnellen Drehbewegungen und Beschleunigungen uns im Raum zu orientieren.
Foto: iStockphoto

Der Gleichgewichtssinn ist ständig in Aktion. Wenn wir aufstehen, einen Salto drehen, tanzen. Er hilft uns, in großer Höhe zu arbeiten und sicher wieder unten zu landen. Doch wenn er nicht funktioniert, fühlen wir uns schräg und schwindelig.

Wie nehmen wir eigentlich unsere eigene Bewegung im Raum wahr? Und was passiert, wenn uns schwindelig wird?

Unser Körper sendet über drei „Kanäle“ Informationen an das Nervensystem:

  1. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr meldet alle Drehbewegungen und Beschleunigung beim Drehen an das Gehirn – egal ob nach vorn, hinten, oben oder unten.
  2. Die Augen informieren ebenfalls das Gehirn über die Bewegung im Raum.
  3. Auch Muskeln, Gelenke und Sehnen melden über Zug und Druck Informationen zur „Lage“ an das Gehirn.

Alles wirkt zusammen

Das Gehirn verknüpft alle Informationen und meldet dann, was zu tun ist. Erhält es widersprüchliche Informationen, entsteht ein Schwindelgefühl. Schwindel ist also Ausdruck einer Verwirrung. Deshalb müssen Bewegungsabläufe mit Drehungen um alle Körperachsen lang und intensiv trainiert werden. Nur so ist es möglich, sich ohne Drehwurm gezielt zu orientieren. Forscher haben herausgefunden, dass man Bewegungen im Raum auch in der Vorstellung üben kann. Gehirn und Nervensystem üben dann mit und stellen Zusammenhänge her. Hinterher sind Bewegungsablauf und Koordination des Körpers besser.

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BAUZ 30, Seite 6

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