Inhalt

Kurios

So ein Pech!!!

Wenn ganz viel schiefgeht, sagt man oft „Pech gehabt“. Doch warum eigentlich?

Pech ist ein klebriger, schwarzer Rohstoff, der aus Erdöl, Kohle oder harzhaltigem Holz gewonnen wird. Über viele Jahrhunderte wurde er zum Beispiel als Kleb- oder Brennstoff genutzt. Was hat Pech also mit Unglück zu tun?

Im Mittelalter kam Pech zum Einsatz, wenn es darum ging, Angreifer von Burgen abzuwehren. Auf den Burgen gab es bestimmte Räume, deren Mauersteine ein Stück weiter hinausragten als der Rest. Sie wurden auch Pechnasen genannt. Meistens waren sie über den Burgtoren platziert und hatten Löcher im Boden. Kamen nun Angreifer und wollten durch das Tor eindringen, konnten die Wachen durch die Löcher flüssiges, heißes Pech, siedendes Öl oder Wasser schütten. Dies prasselte dann direkt auf die Angreifer nieder. Aua! Wer so eine unglückliche „Dusche“ abbekam, hatte buchstäblich „Pech gehabt“.

Die Pechnase auf Burgen war oft genau über den Toren platziert.
Foto: iStockphoto

Außerdem wurden im Mittelalter kleine Vögel mit Pech gejagt. Damals bestrich man Baumäste mit dem klebrigen Stoff. Vögel verfingen sich mit ihrem Gefieder darin und konnten so ganz einfach gefangen werden. Wer in so eine Falle tappte, war ein richtiger Pechvogel.

Kontextspalte

BAUZ 30, Seite 2

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.