Inhalt

Interview mit Maximilian Stalinski, CEMEX-Werk Bark

„Jeder hat etwas beizutragen“

Maximilian Stalinski, Regionalleiter Nord im CEMEX-Werk Bark, erläutert im Interview, wie es gelingen kann, das Ziel „Null Unfälle im Betrieb“ zu erreichen.

Das langfristige Ziel aller CEMEX-Werke lautet: null Unfälle. Dafür werden nicht nur Zeit und Geld bereitgestellt, sondern auch Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen miteinbezogen. Maximilian Stalinski, Regionalleiter Nord, erläutert, was dabei wichtig ist.

Welche Unfallschwerpunkte gab oder gibt es in Ihrem Betrieb?

Stalinski: Stolpern, Rutschen, Fallen sind eigentlich immer die Schwerpunkte. Besonders dann, wenn wir in die Winterreparatur gehen, in der kalten Jahreszeit. Und wir merken, dass zur Urlaubszeit, wenn sich die Kollegen langsam auf den Urlaub vorbereiten, mal hier und da etwas leichtsinniger gehandelt wird.

Was ist wichtig, um das Ziel „null Unfälle” zu erreichen?

Stalinski: Da komme ich auf mein Lieblingsthema „Verhaltensbeeinflussung“ zu sprechen. Das geht natürlich nur, wenn man miteinander redet, Informationen austauscht, voneinander lernt. Und am besten funktioniert das, wenn die Mitarbeiter voll miteinbezogen werden, wie das bei „All Safe“ ja auch sehr schön passiert.

Wie kann es gelingen, null Unfälle zu erreichen und zu halten?

Stalinski: Arbeitssicherheit darf nicht einfach nur „von oben“ gepredigt sondern muss von allen aktiv gelebt werden. Es muss den Führungskräften genauso viel daran liegen, dass jeder sicher nach Hause geht, wie dem eigenen Mitarbeiter. Bei CEMEX wird das Thema Arbeitsschutz hoch aufgehängt und von der Geschäftsleitung befürwortet. Da wird viel Zeit und Geld bereitgestellt, damit Dinge sicherer gemacht werden.

Wie schafft man es, Mitarbeiter dauerhaft für null Unfälle zu motivieren?

Stalinski: Ich bin kein Freund davon, einen Papierurwald zu kreieren oder eine neue Kampagne nach der anderen durchzujagen. Was gut ist und funktioniert, sollte man weitertragen. Aber auch weiterentwickeln. Gerade bei „All Safe“ merkt man, dass es den Mitarbeitern Spaß macht, eigene Vorschläge einzubringen und dann kurzfristig sichere Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Das fördert ungemein die Belebung und Identifikation mit der Materie Arbeitssicherheit. Das ist doch viel besser als die 20.000ste PowerPoint-Koma-Diskussion zu haben, die an der Praxis vorbeiläuft. Es geht bei dem Thema eben nicht um Belehren, sondern um Sensibilisieren – eben Verhaltensbeeinflussung, damit wir alle sicher zu unseren Familien nach Hause kommen.

Welchen Beitrag kann jeder Mitarbeiter leisten?

Stalinski: Augen und Ohren offenhalten, keine Scheu haben, kritische Dinge oder Verhaltensweisen anzusprechen, und vor allem im Hinterkopf zu haben, dass es nicht nur für einen selber ist, sondern auch für den eigenen Freund und Kollegen. Spaß ist bei dem Ganzen natürlich auch wichtig: Mitarbeiter, die Spaß haben, sind motivierter, motivierte Mitarbeiter sind aufmerksamer und aufmerksamere Mitarbeiter arbeiten besser und sicherer.

Kontextspalte

BAUZ 30, Seite 11

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.