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Interview mit Alexandra Witt, Regionalleiterin Süd im CEMEX-Werk Immelborn

Stopp, Denken, Handeln!

Alexandra Witt, Regionalleiterin Süd im CEMEX-Werk Immelborn, über die Aktion „Stopp, Denken, Handeln“, die als Mini-Gefährdungsbeurteilung für Mitarbeiter gedacht ist.

Seit 2015 gibt es die Aktion „Stopp, Denken, Handeln“ im Kieswerk Immelborn der CEMEX Kies & Splitt GmbH. Drei Piktogramme auf Schildern und Karten erinnern die Mitarbeiter daran: STOPP, bevor du loslegst. Halt einen Moment inne und ÜBERLEGE, welche Gefahren es gibt und wie du es sicher machst. Erst dann BEGINNE mit der Arbeit. Die Leiterin der Region Süd, Alexandra Witt, erläutert Ziel und Inhalt der Kampagne für Mitarbeiter.

Die Schilder zeigen Piktogramme im Ampelformat. Rot steht für Stopp, gelb für das Denken und grün für das Handeln.
An wichtigen Stellen im Betrieb machen Schilder auf die Aktion „Stopp, Denken, Handeln“ aufmerksam.

Wie kam es zu der Kampagne „Stopp, Denken, Handeln“?

Witt: Jeder Mitarbeiter ist für sich selbst und für die Kollegen verantwortlich. Das kann ihm keiner abnehmen. Dazu gab es CEMEX-weit einen Lehrgang für jeden Mitarbeiter, in dem die Frage gestellt wurde: „Wie sieht’s aus, wenn du heute Abend nach Hause gehst? Wer wartet da auf dich? Und was musst du tun, um sicher nach Hause zu kommen?“ Gezeigt wurden Unfallbeispiele mit tödlichem Ausgang, die klarmachten: Diese Mitarbeiter wollten auch alle am Abend gesund nach Hause, haben aber in ihrer Denkweise einen Fehler gehabt und das führte zum Unfall. Die Botschaft von „Stopp, Denken, Handeln“ ist: Erst überlegen, dann handeln! Egal wie viel Zeitdruck wir haben, es lohnt sich immer, kurz innezuhalten und erst dann loszulegen, wenn wir sicher sind, dass wir sicher sind.

Was ist das Ziel der Kampagne?

Witt: „Stopp, Denken, Handeln“ ist nichts anderes als eine Mini-Gefährdungsbeurteilung. Ziel ist, dass jeder Mitarbeiter direkt vor Arbeitsantritt alles noch mal reflektiert: Wenn ich jetzt mit meiner Aufgabe starte, was kann mir da passieren? Welche Risiken gibt es? Habe ich alles, was ich brauche? Und ist alles entsprechend abgesichert, damit ich loslegen kann? Erst dann geht der Daumen hoch und ich handle. Und wenn sie im Team unterwegs sind, dass sie aufeinander achtgeben. Dieses Prinzip soll sich einprägen. Deshalb gibt es Karten im Miniformat und Schilder an prominenten Stellen im Betrieb.

Kontextspalte

BAUZ 30, Seite 10

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