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Datenbrille

Virtuelle Warnung

Elektrotechniker der Westsächsischen Hochschule Zwickau entwickeln derzeit zusammen mit der GESIS mbH eine neue Datenbrille mit Schutzhelm. Foto: Salzgitter AG
Elektrotechniker der Westsächsischen Hochschule Zwickau entwickeln derzeit zusammen mit der GESIS mbH eine neue Datenbrille mit Schutzhelm. Foto: Salzgitter AG

Ein Mitarbeiter steckt im Hitzeschutzanzug. Er trägt Helm, Schutzbrille und Gehörschutz. Und er nimmt seine Umgebung nur eingeschränkt wahr. Was, wenn er im Gefahrenbereich eine Warnung nicht mitbekommt?

Genau das soll künftig nicht mehr passieren. Denn bald wird es eine Datenbrille geben, die vor Gefahren warnt und wichtige Informationen zur Arbeitssicherheit anzeigt. Sie ist direkt in den Schutzhelm integriert. So soll die Arbeit vieler Beschäftigten zukünftig sicherer werden. Die Brille warnt beispielsweise vor Gefahren, die sich außerhalb des Blickwinkels des Mitarbeiters befinden, oder wenn der Gehörschutz verhindert, dass er Sirenen wahrnimmt. Bei Gefahr wird die Warnung im großen Sichtfeld eingeblendet. Dies kann der Mitarbeiter in jeder Position und Bewegung wahrnehmen.

Vielfältig und robust

Der Prototyp der Datenbrille ist äußerst robust und hat eine Betriebsdauer von etwa acht Stunden. Sie hat einen Schwanenhals und lässt sich individuell verstellen, so dass Lese- und Schutzbrillen darunter getragen werden können. Die Brille kann aber noch viel mehr. Sie blendet virtuelle Listen abzuarbeitender Werkstücke zur Qualitätskontrolle ein oder zeigt Anlagenstörungen an.

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BAUZ 29, Seite 6, Schwerpunkt: VISION ZERO

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