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Schwarz auf weiß

Klare Sicht mit freien Scheiben

Skizze des ersten Scheibenwischers, entwickelt von der US-Amerikanerin Mary Anderson. Abbildung: Wikipedia
Skizze des ersten Scheibenwischers, entwickelt von der US-Amerikanerin Mary Anderson. Abbildung: Wikipedia

Mary Anderson

Manche Dinge im Leben sind so gewöhnlich und unauffällig, dass man sich kaum über deren Entstehung Gedanken macht. Scheibenwischer zum Beispiel. Die Idee dafür entstand erst im Winter 1902, als die US-Amerikanerin Mary Anderson in der New Yorker Straßenbahn saß. Dort beobachtete sie, wie der Straßenbahnfahrer bei Eisregen mit geöffneter Windschutzscheibe fuhr. Bei geschlossener Scheibe war es
für den Fahrer schwer, etwas zu erkennen. Teilweise steckte er auch während der Fahrt den Kopf aus dem Fenster oder versuchte die Scheibe per Hand zu reinigen. Mary Anderson fand das viel zu gefährlich und erdachte daraufhin den Vorläufer des Scheibenwischers  – per Hebel in Lenkradnähe sollte ein „gefederter Schwingarm mit Gummiblatt“ auf der Windschutzscheibe in Bewegung gesetzt werden, welcher dann wieder in die Ausgangsposition zurückschwingt. Die Fahrer waren zuerst skeptisch und dachten, dieser Wischer würde sie zu sehr vom Verkehr ablenken. Doch als die Autoindustrie in den 1920er Jahren ins Laufen kam, war der Scheibenwischer ein fester Bestandteil.

Kontextspalte

BAUZ 29, Seite 4, Schwerpunkt: VISION ZERO

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.