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Gute Praxislösung

Raus rutschen

Die Rettungsrutsche sieht aus, wie ein großer Schuhlöffel, der an der Unterkante des Mannlochs angebracht wird und in den Behälter hinein ragt.

Wer in Behältern, Silos oder Tanks arbeitet, bewegt sich oft auf engstem Raum. Das ist schon herausfordernd, solange alles gutgeht. Gerät jedoch jemand in Not, wird die Rettung schwierig.

Der einzige Ein- und Ausgang ist das „Mannloch“. Es hat in der Regel nur einen Durchmesser von 50 – 60 cm. Außerdem ist es sehr scharfkantig. Wenn ein Mitarbeiter hier seitlich herausgezogen werden muss, kann er sich dabei sein Genick oder Rückgrat verletzen. Mit der Rettungsrutsche ist eine schnelle, sichere und schonende Rettung möglich. Sie sieht ein bisschen aus wie ein großer Schuhlöffel mit einem Seil in der Mitte. Die glatte, gebogene Form ermöglicht, den Verletzten aus einer senkrechten in die waagerechte Position umzulenken. Die Rettungsrutsche ragt so weit in den Behälter hinein, dass die zu rettende Person in einem ausreichenden Abstand von der Behälterwand nach oben gezogen werden kann. So werden Schürfverletzungen verhindert.

Sind Kopf und Schultern im Mannloch zu sehen, können die Retter den Verunfallten problemlos auf die Arbeitsbühne ziehen und weitere Rettungsmaßnahmen einleiten. Die Rettungsrutsche besitzt einen Zwangsstopp. Diese Sicherungseinrichtung verhindert, dass die zu rettende Person mit Kopf in Bauchlage oder unter die Rutsche gezogen wird. Die Rettungsrutsche wird über eine Anschlagplatte mit zwei Bolzen am Mannlochflansch befestigt.

Über die Rettungsrutsche können die Retter den Verunfallten verletzungsfrei herausziehen.
Über die Rettungsrutsche können die Retter den Verunfallten verletzungsfrei herausziehen.

Kontextspalte

BAUZ 28, Schwerpunkt Rettung organisieren

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