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Uralte Statuen verwittern

Rettung für die Moai

Die Moai-Statuen auf der Osterinsel im Pazifik verwittern aufgrund der salzigen Seeluft.
Foto: 123RF

Sie sind die Wächter der Osterinsel im Südpazifik. Konzentriert und erhaben blicken die riesigen Kolosse ins Landesinnere. Doch die Frage ist, wie lange noch. Denn die uralten Statuen verwittern immer mehr. Das weiche Tuffgestein von den Hängen des Vulkanes Rano Raraku reagiert auf Sonne, Salz, Regen, Wind und droht zu zerfallen. Die stummen Riesen brauchen dringend Hilfe.

Seit 1995 gehören die Moai zum UNESCO-Weltkulturerbe und werden nach und nach restauriert. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Um das Tuffgestein vor dem Zerbröseln zu schützen, muss es erst getrocknet werden. Das heißt etwa ein halbes Jahr Schutz vor Gischt und Regen und eine spezielle Behandlung per Mikrowellen. Dann werden die Moai chemisch vorbehandelt. Anschließend erhalten sie einen riesigen Verband. Von oben bis unten werden sie dann immer wieder mit einem Bindemittel übergossen. Auf diese Weise kann das Mittel tief in den Tuff eindringen. Dort entfaltet es seine witterungsbeständige, glasartige Wirkung. Insgesamt dauert die Behandlung etwa ein Jahr pro Skulptur.

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