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Verunglückt in Deutschlands tiefster Höhle

Aus dem Riesending gerettet

Der Höhlenforscher Johann Westhauser auf einer Trage liegend, als er nach zwölf Tagen aus der Riesending-Höhle gerettet wurde.
Mit reiner Muskelkraft wurde Westhauser den 200 Meter hohen Höhleneingang hochgezogen. Foto: Picture Alliance

Als der erfahrene Höhlenforscher Johann Westhauser von einem Steinschlag getroffen wurde, schien es, als hätte seine letzte Stunde geschlagen. Westhauser selbst hielt eine Rettung für unmöglich. 202 Höhlenretter und 1.000 Helfer aus fünf Ländern bewiesen, dass es doch geht.

Verwinkelte Schächte, scharfkantige Wände, mit Wasser gefüllte Senken in 1.000 Metern Tiefe. Die Riesending-Höhle in den Berchtesgadener Alpen ist schwierig zu erforschen. Johann Westhauser war dort zusammen mit zwei Kollegen, als ein Steinschlag niederging und ihn traf. Trotz Helm wurde er sehr schwer verletzt. Ein Begleiter holte Hilfe, dann lief die Organisation der Rettung an – eine logistische Meisterleistung. Nur die aller­besten Höhlenretter waren dieser Herausforderung gewachsen. Vier Tage dauerte es, bis ein Arzt bei Westhauser war, um ihn zu stabilisieren. Dann begann der komplizierte etappenweise Transport auf einer Trage nach oben. Nach zwölf Tagen Arbeit bis zur Erschöpfung wurde Westhauser mit dem Helikopter in die Unfallklinik Murnau geflogen.

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