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300 Passagiere gerettet

Auf Sandbank gestrandet

Gleich zwei Ausflugsschiffe strandeten auf Sandbänken in der Nordsee. Die rund 300 Passagiere mussten gerettet werden.
Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Ein Navigationsfehler des Kapitäns führte zu einem Erlebnis der besonderen Art. Das Highspeed-Ausflugsschiff „Adler-Express“ kam in der Nordsee auf der Fahrt von Hooge nach Amrum von der Fahrrinne ab und wurde unsanft von einer Sandbank gestoppt.

Hunde und Fahrgäste wurden durcheinandergeschüttelt, ein paar Tische abgeräumt. Dann ging gar nichts mehr. Sämtliche Versuche, das Schiff wieder flottzubekommen, scheiterten. Dann nahte Hilfe in Form eines zweiten Ausflugsschiffes, der „Hauke Haien“. Bei dem Versuch, die 42 Meter lange „Adler-Express“ freizuziehen, lief diese gleich daneben auf Grund. Zwei auf einen Streich. Ein ungewöhnliches Bild im nordfriesischen Wattenmeer. Da ablaufend Wasser war, konnten alle Passagiere gefahrlos auf die Sandbank „Schweinsrücken“ aussteigen. Dort warteten sie auf Rettung durch die „Ernst Meier-Hedde“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie die „Adler IV“. Mit dem Schlauchboot und per Strickleiter gelangten sie an Bord. Dann ging es zurück nach Amrum. Den Besatzungen der beiden auf der Sandbank gestrandeten Schiffe blieb nichts anderes übrig, als auf die Flut zu warten. Diese ermöglichte dann neun Stunden später die Weiterfahrt. Die „Adler-Express“ musste zur Reparatur ins Dock. Rückblickend lobten die Passagiere das ruhige, professionelle Vorgehen der Mannschaft – und den Getränkeservice auf der Sandbank. Neugierige Seehunde inklusive.

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