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Louis–Sébastien Lenormand

Der erste Fallschirmspringer

Louis-Sébastien Lenormand wollte mit seinem Fallschirm Menschen retten, die in hohen Gebäuden durch Feuer eingeschlossen waren.

„Was tun, wenn es im obersten Stockwerk eines Gebäudes brennt?“ Diese Frage stellte sich der französische Physiker und Erfinder Louis-Sébastien Lenormand. Seine Lösung lautete: runterspringen und sicher unten landen. Und so begann Lenormand zunächst mit Regenschirmen zu experimentieren. 1783 entwickelte er dann einen Schirm mit steifem Rahmen und einer Spannweite von 4,30 m. Er knüpfte damit an den Vordenker Leonardo da Vinci an. Dieser gilt zwar als Erfinder des Fallschirms, hatte aber nicht die Möglichkeit, seine Erfindung zu bauen und selbst zu testen. Lenormand war so überzeugt von seinem Fluggerät, dass er dieses vor Augenzeugen testen wollte. Also stieg er in Montpellier auf den Turm des Observatoriums der königlichen Akademie der Wissenschaften und sprang. Vor den Augen einer gespannten Menge segelte der Tüftler unverletzt zu Boden. Lenormand gab seinem Schirm den Namen „Parachute“. „Para“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gegen“. „Chuter“ ist französisch und heißt „fallen“. Mit dem Fluggerät „gegen das Fallen“ startete der Siegeszug des modernen Fallschirms.

Kontextspalte

BAUZ 26, „Abstürze vermeiden“, Seite 6

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.