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Absturz im Wärmetauscherturm

Freier Fall rückwärts

Beim Gerüst fehlten eine Trittplatte und der Seitenschutz. Dies wurde Sergio L. zum Verhängnis.
Hier stand Sergio L. auf dem Gerüst, als er rückwärts herunterfiel. Der fehlende Seitenschutz wurde mittlerweile ergänzt.

L./Sachsen. – Ein unvollständig aufgebautes Gerüst ist lebensgefährlich. Diese Erfahrung machte der Betriebsschlosser Sergio L. (33) bei Reparaturarbeiten im Wärmetauscherturm. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte rückwärts in den Schacht unter ihm.

Sergio sollte im Wärmetauscherturm eines Zementwerks eine Luftkanone entfernen. Das dahinterliegende Aggregat war defekt und sollte repariert werden. Um in dieser Höhe arbeiten zu können, war ein Gerüst aufgebaut worden. Doch der Aufbau war nicht komplett, was fehlte, war eine Trittplatte. Auch der Seitenschutz war nicht vollständig. Sergio hatte schon oft auf Gerüsten im Betrieb gearbeitet. Doch aus irgendeinem Grund fiel ihm die Lücke diesmal nicht auf. Vielleicht aufgrund der Enge im Wärmetauscherturm. Als Sergio mit voller Kraft den Ringschlüssel ansetzte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte rückwärts in den Schacht.

„Der Unfall zeigt, dass die Gerüstabnahme nicht richtig organisiert war“, so die zuständige Sicherheitsfachkraft. „Ein Gerüst muss vollständig aufgebaut und von einer fachlich geeigneten Person abgenommen werden. Erst dann darf man es benutzen.“

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BAUZ 26, „Abstürze vermeiden“, Seite 6

BAUZ kommt.

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