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Aus Rettung wird Risiko

Hängetrauma

Arbeiten mit Absturzgefahr können lebensgefährlich sein. Viele Nutzer wissen jedoch nicht, dass Auffanggurte in wenigen Minuten vom Lebensretter zur Lebensgefahr werden können.
Arbeiten mit Absturzgefahr können lebensgefährlich sein. Viele Nutzer wissen jedoch nicht, dass Auffanggurte in wenigen Minuten vom Lebensretter zur Lebensgefahr werden können.

Wer abstürzt, wird durch den Anseilschutz sicher aufgefangen. Doch sollte man nicht lange „da oben“ hängen bleiben. Die Gurte bewirken, dass Arme und Beine eingeschnürt und taub werden. Das Blut versackt in den unteren Körperteilen und kann nicht zum Herzen zurückfließen. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Schwindel und Ohnmacht sind die Folge. Ein gefährlicher Kreislaufschock droht. Hat der Abgestürzte wieder sicheren Boden unter den Füßen, drohen weitere Gefahren. Durch falsche Lagerung kann sich der Zustand noch verschlimmern. Zu viel sauerstoffarmes Blut fließt zurück zum Herzen.

Daher:

  • Geretteten halb sitzend oder hockend lagern. So kann sich der Kreislauf langsam wieder erholen.
  • Atmung und Kreislauf ständig überwachen.
  • Ist der Verunfallte bewusstlos, helfen lebensrettende Sofortmaßnahmen wie die stabile Seitenlage. Bei Kreislaufstillstand Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.
  • Ein Hängetrauma ist ein medizinischer Notfall. Der Notarzt entscheidet über die weitere Behandlung.

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BAUZ 26, „Gesundheit“, Seite 10

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