Inhalt

James Winter

Der Näh-Helfer

Der „gloving donkey“ von James Winter machte die Arbeit für Handschuhnäherinnen etwas einfacher.

Ägypter, Perser, Griechen, Römer – Handschuhe waren schon vor langer Zeit in vielen Kulturen vertreten. Auch damals wurden sie zum Schutz der Haut und Hände benutzt. Zum Beispiel gegen Kälte, beim Essen von heißen Speisen oder auch bei der Arbeit. Handschuhe waren auch schon in vielen verschiedenen Materialien zu finden, häufig natürlich aus Leder. Auch hatten sie unterschiedliche Formen, Farben und Verzierungen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden Handschuhe per Hand genäht. Diese Handarbeit war mühsam, da eine gleichmäßige Naht sehrwichtig war und die Näherinnen dafür langsam und sorgfältig arbeiten mussten. 1807 erfand der Engländer James Winter aus der Grafschaft Somerset eine Hilfe, die einen bedeutenden Schritt in der Handschuhmacherei darstellte – den „gloving donkey“. Dieser bestand aus einem hölzernen Gestell und einer großen Klammer. Mit einem Fußpedal konnten die Näherinnen die Klammer öffnen und einen Handschuh einspannen. Der Vorteil: Die Arbeit ging schneller von der Hand und eine gleichmäßigere Naht war möglich. Ein absolutes Qualitätsmerkmal. Der „gloving donkey“ war, bis zur Erfindung der Nähmaschine in den 1880er Jahren, ein wichtiges Arbeitsmittel in der Handschuhproduktion.

Kontextspalte

BAUZ 25, Schwerpunkt: „Hand und Handschutz“, Seite 4

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.