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Schutzhandschuhe

Nimm den, der passt

Es gibt keinen Handschuh, der vor allen Gefährdungen schützt. Umso wichtiger ist es, den richtigen Handschuh für die jeweilige Arbeit zu haben.
Es gibt keinen Handschuh, der vor allen Gefährdungen schützt. Umso wichtiger ist es, den richtigen Handschuh für die jeweilige Arbeit zu haben. Foto: Fotolia

Die Hände sind unser wertvollstes Werkzeug. Sie zu schützen ist enorm wichtig. Geeignete Schutzhandschuhe können hier wertvolle Dienste leisten. Doch das Angebot ist groß. Den passenden Handschuh für die jeweilige Tätigkeit zu finden, ist schwer. Folgende Tipps können helfen:

  • Gefährdungen
    Unsere Hände sind während der Arbeit vielen Gefährdungen ausgesetzt. Neben rein mechanischen Gefahren gibt es noch chemische und biologische Gefährdungen. Auch Hitze, Kälte und Strahlung können die Hände schädigen. Weil die Gefahren so verschieden sind, muss der Handschuh dazu passen. Einen Handschuh für alles gibt es nicht.

  • Kennzeichnung
    Schutzhandschuhe sind in drei Gruppen eingeteilt:
    – Handschuhe der ersten Gruppe sind für geringe Risiken zu verwenden. In diese Kategorie fallen einfache Garten- oder Spülhandschuhe.
    – Schutzhandschuhe der zweiten Kategorie sind für reparable Schäden durch mittlere Risiken geeignet.
    – Für gefährliche Risiken, die bleibende Schäden verursachen, sind Handschuhe der dritten Gruppe gedacht. Schutzhandschuhe müssen eine Kennzeichnung mit CE-Zeichen, Prüfziffer und weiteren Angaben zur Schutzfunktion haben. Daran kann man genau erkennen, wofür der Handschuh gut ist.

  • Auswahl des Handschuhs
    Den richtigen Handschuh für die entsprechende Tätigkeit zu finden, ist nicht einfach. Aber keine Sorge – in der Gefährdungsbeurteilung, die jedes Unternehmen haben muss, steht genau drin, welcher Handschuh bei welcher Tätigkeit der richtige ist. Also den Chef fragen oder auch den Betriebsarzt. Die kennen sich aus.

  • Handschuhmaterial
    Entsprechend den Risiken, vor denen der Handschuh schützt, gibt es viele Materialien. Spezielle Kunststoffe (Nitril, Neopren u. a.) sind wasserundurchlässig und schützen gut vor Chemikalien. Textilien, Leder oder Metalle bieten Schutz vor mechanischen Gefährdungen, können aber Feuchtigkeit durchlassen.

  • Bereitstellung
    Wenn der richtige Handschuh gefunden ist, fragt man sich, wer ihn bezahlt. Hier gilt das Gleiche wie für andere Persönliche Schutzausrüstung. Der Betrieb ist für die Bereitstellung zuständig. Am besten, man hat einen Verantwortlichen, der für die Beschaffung zuständig ist.

  • Achtung
    Bei Handschuhen muss man noch drei Sachen beachten:
    – Keinen Handschuh an rotierenden Teilen tragen.
    – In Kunststoffhandschuhen wird es schnell feucht.
    – Chemikalienschutzhandschuhe schützen nur über einen begrenzten Zeitraum.

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BAUZ 25, Gesundheit, Seite 10

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