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Behandlung bei Gichtanfällen

Attacke aus dem Nichts

Bei einem Gichtanfall ist meistens das Großzehengrundgelenk betroffen. Foto: iStockphoto

Die Schmerzen sind unerträglich. Sie kommen wie aus heiterem Himmel. Und sehr gern mal nachts. Berührung ist fast unmöglich. Das betroffene Gelenk ist gerötet und geschwollen. Meist ist das Großzehengrundgelenk betroffen. Es handelt sich um einen akuten Gichtanfall.

Gicht entsteht durch einen zu hohen Harnsäurespiegel im Blut. Zu viel Fleisch und Alkohol sind oft der Auslöser. Aber auch Fastenkuren können Gichtanfälle auslösen. Es sind die sogenannten Purine, die der Körper durch Nahrung zu sich nimmt und dann zu Harnsäure abbaut. Sie werden zum Großteil über die Nieren ausgeschieden. Ohne Behandlung kann ein Gichtanfall einige Tage bis Wochen anhalten. Oder chronisch werden. Dann sind irgendwann mehrere Gelenke betroffen. Das kann zu Gelenkschäden und Bewegungseinschränkungen oder zu Nierenerkrankungen führen.

Wenn’s akut ist:

  • Gelenk ruhigstellen und jede Berührung oder Erschütterung vermeiden
  • Kühlkissen nutzen, um Schmerzen zu lindern
  • Arzt aufsuchen
  • Ernährung umstellen und purinarme Lebensmittel essen (höchstens 150 g Fleisch, Fisch, Wurst oder Geflügel pro Tag essen, Innereien wie Leber, Niere vermeiden; Fisch­sorten wie Salzheringe, Ölsardinen nur in Maßen)
  • Keinen Alkohol trinken
  • Bei Übergewicht: abnehmen
  • Mindestens zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken, z. B. Wasser oder ungesüßten Tee

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BAUZ Zeitung Seite 9

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