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Aufenthalt im Gefahrenbereich

Rammbock rückwärts

Nachgestellt: Der Stapler traf Marius beim Rückwärtsfahren, warf ihn  zu Boden und rollte über seinen Fuß.
Nachgestellt: Der Stapler traf Marius beim Rückwärtsfahren, warf ihn zu Boden und rollte über seinen Fuß.

K./Nordrhein-Westfalen. – „Vor dem Rückwärtsfahren habe ich über die Schulter geschaut. Da war alles frei“, berichtet Staplerfahrer Rado Z. (41). „Ich bin davon ausgegangen, dass Marius weggegangen war. Dann hab ich mit der angehobenen Palette zurückgesetzt. Und plötzlich lag Marius neben dem Stapler und rührte sich nicht.“

Marius P. (36) ist Staplerfahrer, aber auch als Monteur beschäftigt. Am Unfalltag wollte er von seinem Kollegen Rado wissen, wann er den Stapler haben könne. Während Rado Materialpaletten ablud, stellte Marius sich links neben das Fahrzeug. Nach der Absprache machte er einen Schritt nach hinten vom Stapler weg, um zur Einbauhalle zurückzugehen. Dabei kreuzte Marius den Fahrweg des Staplers. In dem Moment setzte Rado zurück. Er hatte vor dem Anfahren zu beiden Seiten und nach hinten geschaut. Als alles frei zu sein schien, fuhr er langsam los. Marius rief nicht. Marius winkte nicht. Der Stapler traf ihn wie ein Rammbock, brachte ihn zu Fall und rollte über seinen linken Fuß. Die Schmerzen knockten ihn aus.

„Der Unfall zeigt, dass Herr P. sich nicht im Gefahrenbereich des Staplers hätte aufhalten dürfen“, so die zuständige Aufsichtsperson. „Herr Z. hatte keinen Rückfahrspiegel in der Fahrerkabine. Mit mehr Sicht nach hinten hätte er rechtzeitig anhalten können.

Ein Parabol-Halbspiegel wurde nach dem Unfall nachträglich eingebaut.

Hier wird der Fuß überfahren
Ein Rückfahrspiegel hätte den Unfall verhindern können

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 6

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