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Heidelberger Beton Zwickau

Gesundheitsaktionen im Kleinbetrieb

Geschäftsführer Gerd Pönisch (Die Heidelberger Beton Zwickau Gruppe)
Geschäftsführer Gerd Pönisch erläutert, wie bei Heidelberger Beton Zwickau das Thema Gesundheits­förderung angegangen und umgesetzt wurde.

Die Heidelberger Beton Zwickau Gruppe vertreibt Transportbeton und weitere zementgebundene Baustoffe. Hier sind ca. 30 Mitarbeiter beschäftigt. Nicht nur Arbeits-, sondern auch Gesundheitsschutz ist dem Kleinbetrieb ein Anliegen. Im Interview erläutert Geschäftsführer Gerd Pönisch die Gesundheitsaktionen.

Herr Pönisch, was hat Sie als Geschäftsführer bewogen, intensiv das Thema Gesundheitsförderung anzugehen?

Pönisch: Wir waren eines der ersten Unternehmen, das das Gütesiegel „Sicher mit System“ erworben hat. Technischer Arbeitsschutz ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir hatten aber den Eindruck, im Bereich des Gesundheitsschutzes noch nicht alle Belange unserer Mitarbeiter betrachtet zu haben. So haben wir uns mit unserem Betriebsarzt im Unternehmermodell der BG, Herrn Wüstefeld, zusammengesetzt und ein Konzept für ein betriebliches Gesundheitsmanagement erstellt.

Ein Mitarbeiter prüft und bereitet den Mischer vor.
Ein Mitarbeiter prüft und bereitet den Mischer vor.
Heidelberger Beton Zwickau
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Wie sind Sie da praktisch vorgegangen?

Pönisch: Wir haben die Mitarbeiter in einer kleinen Auftaktveranstaltung über unser Vorgehen informiert. Am Anfang stand eine anonyme Befragung zu gesundheitlichen Herausforderungen am Arbeitsplatz, verbunden mit einem Gesundheits-Check. Herr Wüstefeld hat diese Informationen vertraulich gesammelt und den Gesundheits-Check durchgeführt. Bei der Auswertung haben sich vier Arbeitsschwerpunkte herauskristallisiert: erhöhte Blutdruckwerte, Übergewicht, Stress durch hohen Arbeitsanfall und lange Arbeitszeiten in der Saison mit eingeschränkter Pauseninanspruchnahme und damit Probleme, sich gesund zu ernähren.

Wie haben Sie auf diese Probleme reagiert?

Pönisch: Zum einen haben wir in Zusammenarbeit mit Herrn Wüstefeld ein Seminar zur Stressbewältigung durchgeführt, zum anderen hat uns die AOK bezüglich Übergewicht und Ernährung mit einem Seminar­angebot unterstützt. Von einer Ernährungsberaterin haben wir viele Informationen zur gesunden Ernährung bekommen und dann auch praktisch ausprobiert. Uns war ganz wichtig, dass sowohl die Infos zur Ernährung als auch zum Thema Stress auf unseren betrieblichen Alltag zugeschnitten waren.

Wie geht es weiter?

Pönisch: Für 2014 ist eine Wiederholung der Befragung und des Gesundheits-Checks vorgesehen, aktuell steht das Thema Rückengesundheit auf dem Programm, auf das ich durch die Protect-Veranstaltung in Dresden eindrücklich aufmerksam gemacht wurde. Hierzu werden wir uns zusammen mit der BG auch intensiv mit der Ergonomie unserer Arbeitsplätze befassen, z. B. werden wir die Stühle ersetzen.

Wie nachhaltig waren denn die bisherigen Aktivitäten?

Pönisch: Schwer zu beantworten vor der nächsten Mitarbeiterbefragung, aber mein Eindruck ist, dass das Betriebsklima sich verbessert hat, ja gerade auch die Bindung an den Betrieb und auch der Umgang mit stressigen Situationen bei der Arbeit. Insgesamt wurden die Gesundheitsaktionen sehr positiv und offen in der gesamten Belegschaft aufgenommen.

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BAUZ Seite 9 Schwerpunkt „Gesundheit“

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