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Wilson Alwyn Bentley

Der Schneeflockenmann

Der Schneeflockenmann Wilson Alwyn Bentley
Der Schneeflockenmann Wilson Alwyn Bentley

Wenn es schneit, rieseln langsam weiße Flocken zur Erde und pappen auf dem Boden zusammen. Unter einem Mikroskop vergrößert sieht man erst, wie der Schnee wirklich aussieht – winzig kleine Kristalle, jeder mit einer eigenen Form. Sie sehen aus wie funkelnde Sterne oder glänzende Diamanten. Und keine Flocke gleicht der anderen, jede ist einzigartig. Entdeckt hat das Wilson Alwyn Bentley aus Jericho, Vermont, USA, am 15. Januar 1885. Ihm gelang es, die ersten Fotografien von Schneekristallen anzufertigen. Benutzt hat er dafür eine Kamera mit Mikroobjektiv und ein eigens entwickeltes Verfahren. Dabei stand er bei Schneefall stets in seinen dicken Mantel gehüllt in der Kälte und fing den Schnee auf einer schwarzen Holztafel auf. Manchmal musste er lange auf eine gut sichtbare Flocke warten. Viele werden nicht größer als 0,1 mm. Zwischendurch wischte er seine Tafel mit einer Truthahnfeder sauber. Hatte Bentley aber doch mal eine schöne Flocke erwischt, musste er sich beeilen, um sie abzulichten, bevor sie verdunstete. Bentley machte seine Sache so gut, dass sich fast 100 Jahre lang niemand die Mühe machte, weitere Schneeflocken zu untersuchen. Die Kris­talle wurden sein Lebenswerk. Insgesamt schoss Bentley über 5.000 Fotos. Bis heute wird seine Methode benutzt, um Schnee zu untersuchen.

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BAUZ Seite 5 Schwerpunkt „Arbeiten im Winter“

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