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Bayerische Asphalt-Mischwerke (BAM)

Richtige Planung heißt Verbesserung

Michael Buchberger, Sicherheitsingenieur und Leiter der Genehmigungsverfahren
Michael Buchberger, Sicherheitsingenieur und Leiter der Genehmigungsverfahren, erläutert im Gespräch den ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens bei der Planung von Reparaturarbeiten.

Wie werden Reparaturarbei­ten bei der BAM konkret geplant?

Wir machen erst einmal eine Bestandsaufnahme. Das heißt, wir stellen uns die Frage, was ist zu tun? Das wird genauestens dokumentiert. Danach prüfen wir, welche Ressourcen uns zur Verfügung stehen und ob alles regelgerecht durchgeführt werden kann. Wir stellen fest, welches Personal wir benötigen, planen die Einsatzzeiten. Um alle Gefährdungen zu minimieren bzw. zu vermeiden, planen wir den Einsatz der notwendigen sicherheitstechnischen Maßnahmen und Mittel. Die festgelegten Fachkräfte führen dann die Arbeitsvorbereitung und auch die Arbeiten durch. Wir haben hierfür in unserem Unternehmen fünf wesentliche Fragen erarbeitet, die wir auf Aufkleber gedruckt haben (W-Fragen; siehe auch Infokärtchen auf der Titelseite, Anm. d. Red.). Sie stehen jeder Betriebsstelle in ausreichender Zahl zur Verfügung. Jedem, der diese Arbeiten plant bzw. durchführt, soll immer bewusst sein, welche Schritte notwendig sind.

Welche Ziele stecken dahinter?

Wir wollen keine Störungen im Arbeitsablauf. Wir wollen selbstverständlich keine Unfälle. Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter sicher arbeiten und wir wollen natürlich auch, dass das Image unseres Unternehmens in der Öffentlichkeit durch Unfälle nicht beschädigt wird.

Was ist an dem Vorgehen besonders?

Es ist der ganzheitliche Ansatz: Alle Arbeitsschritte sind in diesen Überlegungen enthalten. Unsere Mitarbeiter haben die Notwendigkeit der Planung erkannt und sind dazu positiv eingestellt.

Wer oder was wird im Vorfeld miteinbezogen und wer ist verantwortlich?

Bei Reparaturen ist der Betriebsingenieur bzw. Betriebstechniker mit diesen Arbeiten im Vorfeld betraut. Worauf ich geachtet habe, ist, dass die Betriebsingenieure und Betriebstechniker alle als Sicherheitsbeauftragte ausgebildet sind und von uns auch bestellt worden sind. Die Fragen der Sicherheit werden daher schon bei der Planung ganz bewusst durch unsere Leute eingebracht.

Wie und durch wen werden die Planungen dann umgesetzt und kontrolliert?

Die Umsetzung der Reparaturarbeiten vor Ort wird durch den Betriebsleiter durchgeführt – in Absprache mit dem Betriebsingenieur, der alles geplant hat. Die Kontrolle hat in erster Linie der Betriebsleiter. Der Betriebsingenieur schaltet sich dann ein, wenn bei der Umsetzung der Arbeiten schwierige Arbeitsabläufe mit besonderen Gefährdungen auftreten. Nach unseren bisherigen Erfahrungen hat sich die Verfahrensweise bewährt und ist auch bei der Zusammenarbeit mit Fremdunternehmen erfolgreich.

Was zeigt sich bei der Umsetzung der geplanten Arbeiten?

Hier werden Defizite der Planung unmittelbar offensichtlich. Gegebenenfalls muss nach­gebessert werden. Bei allen diesen Arbeiten wird uns auch immer ein Lerneffekt begleiten. Alle Facetten der durchzuführenden

Arbeiten bedeuten potenzielles Wissen für die Planung zukünftiger Arbeiten.­Welche Verbesserungen resultieren aus dem Vorgehen?

Es prägt das Bewusstsein aller Beteiligten für die Arbeitssicherheit. Die Unfallzahlen im ersten Halbjahr zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Selbstverständlich treten immer wieder Vorkommnisse auf, die die Planung nicht erfasst hat. Daraus lernen wir und können so die Arbeitsabläufe immer weiter verbessern. 

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 8

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