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Planungsfehler bei Schweißarbeiten

Abgebrannt trotz Brandwache

Ein kleiner Funkenregen reichte, um diesen Schaden zu verursachen.

D./Niedersachen. – „Ein kleiner Funkenregen reichte, um diesen Schaden zu verursachen.“ Augenzeuge Jurin L. (27) steht fassungslos vor dem abgebrannten Kieswerk. „Es ging so rasend schnell. Damit hätte keiner gerechnet.“

Denn eigentlich standen nur Reparaturarbeiten an der Siebmaschine an. Außer dem Wechsel der Siebbeläge musste auch geschweißt werden. Doch im Vorfeld wurde nicht bedacht, dass die Austragsschurren mit Gummi belegt sind. Beim Schweißen sprühten die Funken und entfachten die Gummibeläge. Durch die Kaminwirkung kam Sauerstoff nach, was den Brand beschleunigte und auch das nachgeschaltete Gurtband entzündete. „Ich sah die ersten Flammen und sah auch, wie mein Kollege sofort reagierte“, berichtet Jurin L. „Er zückte den Feuerlöscher, aber der funktionierte nicht. Also rannte er nach unten und holte einen weiteren. Doch da war es schon zu spät.“ Der Brand war mittlerweile außer Kontrolle geraten. 

Dieser Feuerlöscher funktionierte nicht,  weil der Splint nicht  gezogen wurde.
Dieser Feuerlöscher funktionierte nicht, weil der Splint nicht gezogen wurde.
Planungsfehler bei Schweißarbeiten

Bittere Erkenntnis: Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der erste Feuerlöscher doch funktionierte. Der Mitarbeiter hätte lediglich den Splint ziehen müssen. Die eingeplante Brandwache war zwar da, aber nicht unterwiesen. Solche Brandsituationen müssen regelmäßig geübt werden. Außerdem hätte schon bei der Planung der Arbeiten analysiert werden müssen, ob sich brennbare Teile in der Nähe befinden. Die Mitarbeiter hätten alle brennbaren Teile entfernen oder – wenn nicht  möglich – abdecken müssen. 

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BAUZ Zeitung Seite 4

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