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Schock am Schaltschrank

Lichtbogen verbrennt Elektriker

Lichtbogen verbrennt den Arm eines Elektriker

D./Brandenburg. – Elektriker Leander V. (24) zeigt seinen Arm. Die Brandmale erinnern ihn an den Tag, als ihm eine 43 cm lange Gewindestange zum Verhängnis wurde.

Rückblick: Wochenende in der Aufbereitungsanlage. Nur in der Übergabestation Trafo 1 und 2 wird gearbeitet. Elektromeister Ulrich W. (53) spricht mit seinen beiden Kollegen die geplanten Umbauarbeiten durch. Eine dritte Stromschiene muss in der Sammelschiene nachgerüstet werden. Leander hat die beiden Hauptschalter schon entfernt und den Bereich freigeschaltet. Bevor die dritte Stromschiene montiert werden kann, muss noch eine etwa 43 cm lange Gewindestange ausgebaut werden. Sie hält die Stromschienenisolatoren über zwei Muttern oben und unten zusammen.

Unterhalb des Hauptschalters waren die Stromschienen unter Spannung

Statt auch den unteren Bereich der Trafoeinspeisung freizuschalten, entscheidet Ulrich W., diesen lediglich mit Pappe abzudecken. Er will damit auf eine zusätzlich einzurichtende Notstromversorgung verzichten. Eine fatale Fehlentscheidung. Als Leander den Schraubenschlüssel ansetzt, um die oberste Mutter zu lösen, saust die Gewindestange plötzlich nach unten und knallt auf die Stromschienen, die noch Strom führen. Ein Lichtbogen trifft Leander und verbrennt ihm das Gesicht und beide Unterarme. Sein Kollege hat Glück.

Die Gewindestange fiel auf den unter Spannung stehenden Kupferleiter. Es kam zum Kurzschluss mit Lichtbogen.
Die Gewindestange fiel auf den unter Spannung stehenden Kupferleiter. Es kam zum Kurzschluss mit Lichtbogen.

Die Tür des Schaltschrankes bewahrt ihn vor Verletzungen. „Heute ist allen Beteiligten klar: Der Bereich unter dem Hauptschalter des Trafos hätte spannungsfrei gemacht werden müssen“, so der Betriebsleiter. „Es hätte eine Notstromversorgung für Licht und Steckdosen errichtet werden müssen. Die Abdeckung der darunter liegenden spannungsführenden Teile mit einem Pappdeckel war absolut unzureichend. Betrieblich haben wir darauf sofort reagiert. Oberhalb des Hauptschalters gibt es jetzt eine feste Abdeckung.“

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BAUZ Zeitung Seite 8

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