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Pumpe zertrümmert Fuß

Unerwartete Bewegung

An der engsten Stelle zwischen Kranstütze und Pumpe wurde Tims Fuß eingequetscht und schwer verletzt.
An der engsten Stelle zwischen Kranstütze und Pumpe wurde Tims Fuß eingequetscht und schwer verletzt.

F./Nordrhein-Westfalen. – Eine Spülpumpe sollte mit einem Autokran auf einen Tieflader verladen werden. Allen Beteilig­ten war sonnenklar, was zu tun war. Und alle hielten sich an die Vorgaben von Hauptanschläger Paul S. (42).

„Wir werden die Pumpe am Kran mittels Kettengehänge und vier unterschiedlich langer Stahlschlupfe anschlagen“, erklärte Paul. „Das ist notwendig, weil die Pumpe auf der einen Seite schwerer als auf der anderen ist. Wir stellen uns an die vier Anschlagpunkte. Jeder führt und korrigiert seinen Kettenstrang. Ihr müsst aufpassen, dass die Kette nicht an Kanten oder Einzelteilen der Pumpe verhakt. Als Nächstes sollen die Ketten möglichst straffgezogen werden. Bevor die Pumpe dann angehoben wird, müsst ihr unbedingt den Gefahrenbereich verlassen.“

Wenn ein Koloss abhebt

In Etappen wurden die Ketten straffgezogen. Auch am Anschlagpunkt von Tim K. (31). Er wollte daraufhin raus aus dem Gefahrenbereich. Dabei musste er zwischen Pumpenaggregat und Kranstütze vorbei. Der engsten Stelle überhaupt. Und genau in dem Moment hob die Pumpe plötzlich vom Boden ab und drehte sich unerwartet in Tims Richtung. Tim hatte keinen Platz zum Ausweichen. Der Koloss erwischte ihn am linken Fuß. Quetschte ihn ein. Ein Wahnsinnsschmerz! Und dann die furchtbare Gewissheit: Der Fuß ist matsch.

„Der Verunfallte hat keinen Fehler gemacht.“

An der engsten Stelle zwischen Kranstütze und Pumpe wurde Tims Fuß eingequetscht und schwer verletzt.
An der engsten Stelle zwischen Kranstütze und Pumpe wurde Tims Fuß eingequetscht und schwer verletzt.

Zum Unfall führten mehrere Dinge. Zum einen hatte Paul S. unterschätzt, wann tatsächlich Kraft auf die Last ausgeübt wird. Dass die Ketten sich unterschiedlich straffziehen würden, war ihm klar. Doch er wartete einen Moment zu lange mit dem Stoppzeichen an den Kranführer, als seine Kette straffzog. Für ihn völlig unerwartet bewegte sich die Last. Außerdem war der Abstand zwischen Pumpe und Kranstütze zu gering. Hier konnte Tim K. der sich drehenden Pumpe nicht mehr ausweichen.

Der Betrieb zog sofort Konsequenzen aus dem Unfall.  „Bei beengten Verhältnissen werden wir ab sofort Hilfsmittel von außerhalb des Gefahrenbereichs verwenden wie Leitseile oder Ziehhaken“, so der Betriebsleiter. 

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BAUZ Zeitung Seite 4

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