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Lärm am Arbeitsplatz

Geht noch oder schädlich?

Lärm am Arbeitsplatz. Geht noch oder schädlich?

Maschinen, Werkzeuge, Gespräche, Verkehr – überall am Arbeitsplatz entstehen unterschiedlich laute Geräusche. Ob und wann sie als Lärm empfunden werden, hängt von jedem Menschen selbst ab.

Der eine fühlt sich durch die Flex gestört, einen anderen nervt das fröhliche Gepfeife des Kollegen. Lautstärke allein ist nicht entscheidend. Denn Lärm ist unerwünscht wahrgenommener Schall. Um zu beurteilen, ob Lärm krank macht oder das Gehör gefährdet, muss man messen. Die Maßeinheit ist Dezibel (dB[A]). Dabei spielen Intensität und Dauer der Beschallung eine Rolle. Ab einer durchschnittlichen regelmäßigen Lärmbelastung von 85 dB(A) können im Ohr auf Dauer irreparable Schäden auftreten. Direkte körperliche Schäden verursacht Lärm erst bei sehr hohen Pegeln. Sie liegen über der Schmerzschwelle des Ohres, wie etwa bei einem Knalltrauma. In geringerer Lautstärke kann Lärm auch Stress verursachen und beispielsweise zu Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, beruflicher Leistungsminderung oder Herz-Kreislauf-Störungen führen. Auch hier ist eine sofortige Veränderung wichtig.

Das Gehör schützen
Grundsätzlich gilt: Wer komplexe Tätigkeiten ausführt oder sich stark konzentrieren muss, sollte bei maximal 55 dB(A) arbeiten. Bei einfachen Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten sollte der Geräuschpegel 70 dB(A) nicht überschreiten. Beschäftigte in Werkstätten und auf Baustellen müssen sich vor dauerhaftem Lärm schützen. Dies gilt ab einem Wert von 85 dB(A). Diese Bereiche gelten als Lärmbereiche. Sie müssen speziell mit einem Gebotsschild gekennzeichnet werden. Wer hier arbeitet, muss Gehörschutz tragen (geeignete Gehörschutzstöpsel oder Kapselgehörschützer) und sollte an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen, um sein Gehör überprüfen zu lassen. Die bietet die BG RCI kostenlos an.

Lärm verringern
Übersteigt die Lärmbelastung 85 dB(A), muss der Unternehmer ein Lärmminderungsprogramm ausarbeiten und durchführen. Wichtig dabei ist die Bekämpfung der Lärmquelle. Über lärmarme Arbeitsverfahren, erforderliche Maßnahmen zum Schallschutz und Vorsorgeuntersuchungen informieren auch die Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte.

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BAUZ Zeitung Seite 3

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