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Reinigungsarbeiten in Mischtrommeln

RAUS damit!

Gefährlich: Betonreste mit dem Drucklufthammer entfernen
Gefährlich: Betonreste mit dem Drucklufthammer entfernen

Das Arbeiten in Mischtrommeln von Fahrmischern war immer schon lärmintensiv und gefährlich. Dank neuer Technik können Mitarbeiter jetzt draußen bleiben.


Fahrmischertrommeln müssen immer wieder gereinigt werden. Denn trotz sorgfältiger Spülung lassen sich Betonreste in den Trommeln nicht ganz vermeiden. Der Restbeton ist hart und schwer –er muss entfernt werden. Sonst können die Fahrmischer nicht mehr mit voller Zuladung fahren. Um diese Betonreste zu entfernen, mussten bisher die Mitarbeiter ran. Üblicherweise wurden die Reste mit Drucklufthämmern ausgestemmt. Dazu stiegen die Mitarbeiter in die Mischtrommel ein und arbeiteten auf engstem Raum.


Schon beim Einsteigen wurde es gefährlich, wie ein aktueller Arbeitsunfall verdeutlicht: Ein Mitarbeiter wollte die Ausstemmarbeiten ausführen. Beim Einsteigen durch das Mannloch drehte sich plötzlich die Trommel. Der Mitarbeiter wurde zwischen Trommel und Fahrzeugrahmen tödlich verletzt.

Besser: den Restbeton durch einen Hochdruck-Wasserstrahl lösen
Besser: den Restbeton durch einen Hochdruck-Wasserstrahl lösen
Die Strahl-Lafette wird in die Mischtrommel eingefahren.
Die Strahl-Lafette wird in die Mischtrommel eingefahren.
Die gelösten Betonreste werden abtransportiert.
Die gelösten Betonreste werden abtransportiert.

Doch auch das Arbeiten in der Mischtrommel ist nicht ohne. Die Lärmbelastung ist enorm. Es entsteht viel Staub. Umherfliegende Betonsplitter und herabfallende Betonstücke können Gesicht und Körper treffen. Es besteht außerdem Verletzungsgefahr an scharfen Kanten aufgrund der engen Umgebung. Die führt oft zu unangenehmen Zwangshaltungen. Und der Mitarbeiter ist bei all dem noch ganz auf sich gestellt. Kein Wunder, dass diese Arbeiten zu den gefährlichsten, belastendsten und unangenehmsten Tätig­keiten in der Transportbetonbranche gehören.

Eine neuartige Technik ermöglicht, dass der Restbeton durch einen Hochdruck- Wasserstrahl gelöst werden kann, ohne dass ein Mitarbeiter in die Trommel einsteigen muss. Zunächst wird Frischwasser vom Werk bereitgestellt. Dann demontiert der Fahrmischerfahrer den Einfülltrichter. Danach fährt der Maschinenführer der Anlage den Strahlkopf über eine Lafette durch die hintere Trommelöffnung ein. Der Restbeton wird durch einen Hochdruck-Wasserstrahl mit 1.600 bar und 70 °C Temperatur nach und nach gelöst. Die Brocken werden anschließend mit dem Spülwasser über die Schnecke ausgetragen. Nach Abschluss
wird die Dichtung des Mannlochs erneuert und das Fahrzeug ist wieder einsatzbereit. Für eine mittelstark verschmutzte Trommel – mit etwa 0,75 m³ Restbeton – ist die Reinigung ungefähr nach 75 Minuten abgeschlossen.

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BAUZ Zeitung Seite 2

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