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Basalt AG, Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke

Rundum-Blick aus dem Führerhaus

Die Baggerfahrer werden von ihrem Betriebsleiter unterwiesen und auch bei der regelmäßigen Überarbeitung der Gefährdungsbeurteilung mit einbezogen.
Die Baggerfahrer werden von ihrem Betriebsleiter unterwiesen und auch bei der regelmäßigen Überarbeitung der Gefährdungsbeurteilung mit einbezogen.
In einem Fahrparcours üben die Radladerfahrer u. a., die Fahrzeugbreite sowie den Abstand zur Seite und nach hinten einzuschätzen.
In einem Fahrparcours üben die Radladerfahrer u. a., die Fahrzeugbreite sowie den Abstand zur Seite und nach hinten einzuschätzen.

In den Betrieben der Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke werden täglich Hunderte von Erdbaumaschinen wie Radlader, Bagger und SKW bewegt. Eine Gefahr für Menschen und Fahrzeuge, die sich in deren Aktionsbereich aufhalten.

Die Analyse von Unfällen aus früheren Jahren und die intensive Auseinandersetzung mit der zugehörigen Gefährdungsbeurteilung führten zu einem richtungsweisenden Projekt: mehr Sicherheit zu schaffen im Umgang mit Erdbaumaschinen – besonders in Bezug auf den toten Winkel. Fahrzeugführer sollten zukünftig Personen, andere Fahrzeuge und Absturzkanten im rückwärtigen und seitlichen Fahrbereich rechtzeitig erkennen können. Dabei waren dem Technischen Leiter Dipl.-Ing. Peter Winters sowie den Sicherheitsfachkräften Joachim Larcher, Udo Laubner und Thomas Baruth zwei Dinge besonders wichtig:

  1. regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen für Fahrer von Erdbaumaschinen, um das Sicherheitsbewusstsein zu schulen;
  2. eine exzellente technische Ausrüstung bei allen Erdbaumaschinen.
In der Schulung erarbeiten die Teilnehmer gemeinsam mit dem zuständigen Technischen Aufsichtsbeamten die Gefahren beim Einsatz von Erdbaumaschinen.
In der Schulung erarbeiten die Teilnehmer gemeinsam mit dem zuständigen Technischen Aufsichtsbeamten die Gefahren beim Einsatz von Erdbaumaschinen.
Angebracht am Heck des Fahrzeugs zeigt die Kamera dem Fahrer auf einem Monitor im Führerhaus an, wenn sich Personen im Gefahrbereich aufhalten.
Angebracht am Heck des Fahrzeugs zeigt die Kamera dem Fahrer auf einem Monitor im Führerhaus an, wenn sich Personen im Gefahrbereich aufhalten.

Seitdem führt das Unternehmen in Kooperation mit der BG RCI regelmäßig Grund- und Aufbauseminare für die Fahrer durch. In theoretischen Schulungen und bei praktischen Übungen auf einem Fahrparcours werden die Teilnehmer für die Gefahren sensibilisiert. Die Schwerpunkte bilden u.a. die Rückverladung von Kunden-Lkw, die sichere Haldenbewirtschaftung an Kippkanten und die Risiken bei der Zusammenarbeit mit mehreren Fahrzeugtypen.

Damit die Fahrer Personen, Fahrzeuge und Absturzkanten im rückwärtigen und seitlichen Fahrbereich rechtzeitig erkennen können, sind mittlerweile rund 95% aller in den Betrieben eingesetzten Geräte mit Rückfahrkameras ausgestattet (zum Teil mit Rückfahrwarnsystemen kombiniert). Dabei wurden alte Fahrzeuge nachgerüstet und neue damit ausgestattet. Angebracht am Heck zeigt die Kamera dem Fahrer auf einem Monitor im Führerhaus all das, was sonst im „toten Winkel“ verborgen bleibt. Die BG RCI, Branche Baustoffe – Steine – Erden, förderte dies im Rahmen ihres Prämiensystems.

Sicherer, fester Anschlag Marke Eigenbau: Ein Stahlprofil mit verbundener Stahlplatte ersetzt den Anfahrwall aus Basaltsplitt.
Sicherer, fester Anschlag Marke Eigenbau: Ein Stahlprofil mit verbundener Stahlplatte ersetzt den Anfahrwall aus Basaltsplitt.

Die Mitarbeiter fühlen sich sicherer und besser vorbereitet auf mögliche Gefahren. Dies ist jedoch kein „Garantieschein“ für Sicherheit und Unfallfreiheit. Intensive Kommunikation der Mitarbeiter untereinander und mit den verantwortlichen Führungskräften muss zielgerichtet weiterverfolgt werden, um die Risiken für den Umgang mit Erdbaumaschinen noch weiter zu reduzieren.

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 14

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.