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HeidelbergCement, Werk Schelklingen

„Klaus fehlt – wir nicht!“

Fotoaktion: Von 200 Mitarbeitern lassen sich 168 Mitarbeiter porträtieren.
Fotoaktion: Von 200 Mitarbeitern lassen sich 168 Mitarbeiter porträtieren.

Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle nachhaltig reduzieren – wie geht das? Zum Beispiel indem man ein komplettes Zementwerk mit einem Werkleiter, 200 Mitarbeitern, 26 Führungskräften, einem Sicherheitsingenieur, einem Betriebsarzt und einer Werksschwester aktiv beteiligt. Drei Monate dauerte die Präventionsaktion vor Ort in Schelklingen in Kooperation mit der BG RCI, Branche Baustoffe – Steine – Erden.

Die BAUZ Schelklingen ist das aktionsbegleitende Medium
Die BAUZ Schelklingen ist das aktionsbegleitende Medium

„Klaus“ ist Inbegriff des Stolperfritzen. Einer, der keinen Unfall auslässt. Und deshalb auch auf der Arbeit und zu Hause fehlt. Die Aktion „Klaus fehlt – wir nicht!“ zeigte, dass es auch anders geht. Die Grundidee: Prävention muss sich lohnen, und Mitarbeiter machen mit, wenn es Anreize gibt. Wer sich bei Unterweisungen, Quiz, Gewinnspielen, Fotoaktionen oder mit eigenen redaktionellen Beiträgen beteiligte, konnte Punkte sammeln. Die wurden in die Präventionswährung „Klaus- Taler“ eingetauscht. Das Prinzip: Je mehr „Klaus-Taler“, desto größer der eintauschbare Gewinn. Eine Liste gab Aufschluss über die Konditionen: Für 3 Klaus-Taler gab es beispielsweise eine Schuhbürste, für 80 Klaus-Taler eine hochwertige Outdoorjacke. Hauptanlaufstelle und Treffpunkt für alle Beteiligten war das „Klaus-Café“ – ein Zelt, das in der Nähe der Kantine auf dem Werksgelände stand und von einem Aktionsleiter betreut wurde. Hier gab es Getränke, Gespräche, Zeitungen, Filme, Spiele und natürlich konnten hier auch die erworbenen Klaus-Taler eingetauscht werden.

Das Klaus-Café ist Anlaufstelle  für alle Beteiligten.
Das Klaus-Café ist Anlaufstelle für alle Beteiligten.
Unterweisung vor Ort am Arbeitsplatz.
Unterweisung vor Ort am Arbeitsplatz.

Die Aktionszeitung „BAUZ Schelklingen" erschien alle zwei Wochen und wurde von den Mitarbeitern mit redaktionellen Beiträgen zum Thema „Stolpern, Rutschen, Stürzen“ gefüllt. Eingereicht wurden eigene Unfallgeschichten, Fotostorys vom Arbeitsplatz, Actionfotos, Interviews oder Artikel zum Thema Beinaheunfälle.

Als Schulungselemente wurden drei verschiedene Unterweisungen zum Thema „Stolpern, Rutschen, Stürzen“ durchgeführt. Die Führungskräfte nahmen an einem Workshop zur inhaltlichen Begleitung der Aktion teil.

Die Mitarbeiter freuen sich über  ihre eingetauschten Sachpreise.
Die Mitarbeiter freuen sich über ihre eingetauschten Sachpreise.

Mit der Aktion gelang es, alle Beteiligten für das Thema „Stolpern, Rutschen, Stürzen“ zu sensibilisieren, Gefahrenstellen zu entschärfen und Unfälle zu reduzieren. Es entwickelte sich ein innerbetriebliches „Wir-Gefühl“. Der Stolz auf den eigenen Einsatz und den der Kollegen wurde in Gesprächen hervorgehoben.  „Es interessiert mich, weil es mich direkt betrifft. Immerhin arbeite ich hier.“ Drei Jahre nach der Aktion wurde Schelklingen für seine Unfallfreiheit ausgezeichnet.

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 12

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