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Monier Braas GmbH

Projekt „Safety first“

Werksleiter Thomas Üffing erläutert das Projekt „Safety first“.
Werksleiter Thomas Üffing erläutert das Projekt „Safety first“.

„Runter mit den Unfallzahlen“ – das war das Ziel der Monier Braas GmbH. Und so wurde ein bestehendes Konzept der Lafarge-Gruppe aufgegriffen und werksintern integriert. Die Idee: selbst erarbeitete Videoclips mit Praxisbeispielen zu Arbeitssicherheitsthemen, die in Unterweisungen gezeigt und besprochen werden. Werksleiter Thomas Üffing berichtet im Interview über das Projekt „Safety first“.

Herr Üffing, was genau ist das Projekt „Safety first“ und wie haben Sie es
integriert?


Üffing: Bei „Safety first“ handelt es sich um Videoclips zu den Themen „Stolpern, Rutschen, Stürzen“, „Heben und Tragen“, „Fußgänger und Fahrzeuge“, „Gabelstapler“, „Instandhaltung“ und vielem mehr. Diese Themen sind in unsere Schulungsunterlagen eingebaut. Wenn die erforderlichen Unterweisungen durchgeführt werden, wird über diese Videoclips in das Thema eingeführt. Der Moderator hat die Aufgabe, die Mitarbeiter anzuleiten und zu trainieren. „Safety first“ ist also eine praxisnahe Unterweisungshilfe. Das Projekt wurde aus der Basis entwickelt, und jeder Arbeitnehmer, der „Safety first“ mit den verschiedenen Themen verfolgt, fühlt sich angesprochen, kann sich wiederfinden.

Bei Unterweisungen kommen die praxisnahen Videosequenzen zum Einsatz
Bei Unterweisungen kommen die praxisnahen Videosequenzen zum Einsatz.

Was gab den Anstoß für „Safety first“?
 
Üffing: Ich war zwar nicht von Anfang an dabei, habe aber die Erkenntnis erlangt, dass die Unterweisungen früher etwas trocken waren. Der Transfer von den Unterweisenden zu den Unterwiesenen kam nicht so zustande, wie wir es uns vorgestellt hatten. Da war die Erkenntnis: Wir können nicht nur mit Folien arbeiten, und wir müssen eine Vielzahl von Tools anwenden, um Akzeptanz und Umsetzung zu erreichen. Wir wissen, dass bei Unterweisungen nur 10 bis 20 % vom bewältigten Stoff in Erinnerung bleiben, alles andere wird wieder vergessen. Nur wenn wir visualisieren, können wir davon ausgehen, dass mehr im Gedächtnis der Mitarbeiter bleibt. Die Erarbeitung der Videosequenzen veranschaulicht das, was sonst mit Folien trocken erzählt wurde, in lebendigen Beispielen und mit anschließenden Diskussionen.

Was war das Ziel von „Safety first“?

Üffing: Das Ziel war und ist ganz einfach! Wir wollen unsere Unfallzahlen reduzieren. Wir wollen bei diesem Thema die Mitarbeiter mit ins Boot nehmen, und wir wissen, dass eine Bewusstseinsveränderung bei den Mitarbeitern stattfinden muss.

Ein Smiley mit Schutzhelm führt durch Videos.
Ein Smiley mit Schutzhelm führt durch Videos.

Wer war bei der Erarbeitung von „Safety first“ beteiligt?

Üffing: Wir haben bewusst darauf geachtet, dass alle Hierarchieebenen unseres Unternehmens an der Erstellung der Videosequenzen beteiligt werden. Es fing beim Werksleiter an und hörte beim einzelnen Mitarbeiter auf. Es waren unterschiedliche Abteilungen beteiligt. Irgendwann haben wir damit begonnen und es immer weitergeführt, so dass jetzt eine bestimmte Anzahl von Clips vorliegt. Sie haben viel Erfolg bei den Unterweisungen.

Welche Resultate hat das Projekt „Safety first“ gebracht?

Üffing: Wir wissen, dass „Safety first“ hilft, und nutzen es. Vor Jahren hatten wir noch bedeutend mehr Unfälle. Wir wissen aber auch, dass wir noch lange nicht am Ziel sind. Wir müssen am Ball bleiben. Arbeitssicherheit ist kein Selbstläufer. Wenn wir irgendwann feststellen, dass es etwas Besseres gibt, wird es ganz einfach abgelegt. Ich bin der Meinung, dass „Safety first“ erst einmal ein gutes Mittel und Medium ist für Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz in unserem Unternehmen. Wir werden es auch zukünftig regelmäßig ergänzen.

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BAUZ Zeitung Seite 11

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