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Fahrer kann seinen zweiten Geburtstag feiern

Echt irre: Überrollt und überlebt

Von der linken Seite  des Geländewagens  ist nicht mehr viel übrig.
Von der linken Seite
des Geländewagens
ist nicht mehr viel übrig.

G./Bayern. Betriebsleiter Hannes O. (47) kann sein Glück kaum fassen. Er wurde in seinem Geländewagen von einem SKW überrollt und schwer verletzt. „Wenn ich mir das Wrack des Geländewagens anschaue, weiß ich nicht, wie ich das überlebt habe. Das war David gegen Goliath.“

Hannes hatte seit Wochen alle Hände voll zu tun. Aufgrund des schlechten Wetters entstanden in der Produktion häufig Störungen. Immer wieder musste etwas neu organisiert werden. Das hieß für ihn mit seinem Geländewagen loszufahren zu den verschiedenen ­Betriebsteilen.

Von diesen riesigen  Rädern des SKW  wurde der Gelände- wagen plattgemacht.
Von diesen riesigen
Rädern des SKW
wurde der Gelände-
wagen plattgemacht.

Entgegenkommer
„Am Unfalltag waren die Straßenverhältnisse äußerst schlecht“, so Hannes. „Überall Schneematsch. Mein Geländewagen war jedenfalls neu bereift und tipptopp in Schuss. Ich war schon einige Male hin- und hergefahren. Dann kam mir auf einer Werksstraße in einer langgezogenen Rechtskurve ein SKW entgegen.“ Ob der Fahrer möglicherweise abgelenkt war und den Geländewagen nicht rechtzeitig wahrgenommen hatte, konnte nicht geklärt werden. Zu schnell fuhr er jedenfalls nicht. Nach Aussage von Hannes sei ihm der SKW auf der Mitte der Fahrbahn bzw. auf seiner Spur in der Kurve entgegengekommen. „Ich habe also eine Vollbremsung durchgeführt. Und das in der Kurve und im Schneematsch“, berichtet Hannes. „War ja klar, dass das nicht gutgehen konnte. Ich geriet ins Rutschen und landete ungewollt auf der Gegenfahrbahn und dann seitlich unter dem SKW.“ Der Fahrer des 35-Tonnen-Muldenkippers versuchte noch auszuweichen, überrollte jedoch die Fahrzeugfront des Geländewagens mit den riesigen Reifen. Hannes wurde dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Ein Schock für die Feuerwehrleute, als sie das Wrack an der Unfallstelle sahen. Glücklicherweise gelang es den Helfern, Hannes schnell zu befreien. Fast ein Wunder: Hannes wurde „nur“ mit einem komplizierten Beinbruch und übelsten Prellungen ins Krankenhaus eingeliefert.

An dieser Stelle kam es zum Zusammenstoß
An dieser Stelle kam es zum Zusammenstoß

Richtung Fahrbahnmitte
„Unfallursächlich war wohl nicht überhöhte Geschwindigkeit“, so der leitende Polizeibeamte. „Das Schneiden von Kurven, wenn die Fahrspuren nicht zu sehen sind, ist ein Fahrfehler, der häufiger vorkommt. Infolge der Schneemassen am Rand war die Kurve außerdem fast 1,50 m schmaler als sonst. Möglicherweise war das mit ein Grund, warum beide Fahrzeuge stärker Richtung Fahrbahnmitte tendierten.”

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 7

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