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Eis-Drama am See

Eingebrochen

Ein Spaziergang endet in einer Tragödie, als ein 25-jähriger Mann versuchte, seinen im Eis eingebrochenen Hund zu retten.

Ein Spaziergang endete  in einer Tragödie, als ein  25-jähriger Mann versuchte,  seinen im Eis eingebrochenen Hund zu retten.
Verzweifelte Suche nach dem einge­brochenen Mann (Foto: Jasmin)

Bulldogge Sunny strampelte und winselte um ihr Leben. Sie war auf den See hinausgelaufen und im 2cm dünnen Eis eingebrochen. Sofort versuchten der Besitzer und seine schwangere Freundin dem Hund zu helfen.

Doch der 24-Jährige schätzte das Risiko des nur teilweise zugefrorenen Sees falsch ein. Ohne die Tragfähigkeit zu prüfen, betrat er die Eisfläche unterhalb einer Fußgängerbrücke, brach ein und versank im eisigen Wasser. Ein weiterer Spaziergänger beobachtete das Geschehen und alarmierte die Feuerwehr. Die rückte mit acht Fahrzeugen, Schlauchbooten und Rettungstauchern an. Zwei Helikopter unterstützten aus der Luft. Gesichert durch eine Leine, stieg ein Feuerwehrmann in den See, konnte den Versunkenen aber wegen der schlechten Sicht unter Wasser nicht finden. Währenddessen zogen die Einsatzkräfte Bulldogge Sunny aus dem Wasser und übergaben die verstörte Hündin der Freundin des Vermissten. Erst nach 40 Minuten konnte ein Rettungstaucher den jungen Mann unter dem Eis ertasten, nur drei Meter neben der Einbruchstelle. Trotz der nahezu reibungslosen Rettungskette und der Wiederbelebungsversuche im Rettungshubschrauber starb der junge Mann wenige Stunden später im Krankenhaus. Seine 23-jährige Freundin wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht und von Notfallseelsorgern betreut.

Die Eisregeln

So verhalten Sie sich richtig an und auf winterlichen ­Gewässern:

  • Achten Sie auf Warnhinweise.
  • Eine geschlossene Eisdecke heißt nicht, dass das Eis wirklich tragfähig ist. Betreten Sie das Eis erst, wenn es dick genug ist und Sie sicher trägt (8 – 10 cm).
  • Bedenken Sie unterschiedliche­ Eisstärken (z. B. bedingt durch unterschiedliche Bodenwärme am Ufer, Strömung, wechselnden Wasserstand).
  • Vorsicht in Bereichen von Zuflüssen und an Brückenpfeilern. Hier ist das Eis meist dünner. Das gilt auch für schneebedeckte Eisflächen.
  • Gehen Sie nie auf zuge­frorene Flüsse.
  • Verlassen Sie das Eis, wenn es knistert und knackt.
  • Legen Sie sich bei Einbruchgefahr flach auf das Eis. Kriechen Sie auf gleichem Weg zum Ufer zurück.
  • Rufen Sie bei Gefahr laut um Hilfe.

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BAUZ Zeitung Seite 12

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