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Gefahr durch Sonne

Geblendet!

Steht die Sonne tief, kann sie zur Gefahr werden
Foto: iStockphoto

Ein herrlicher Sommertag im August. Außendienstmitarbeiter Robert K. (42) ist auf dem Rückweg zu seinem Betrieb. An der Kreuzung einer Bundesstraße hält er vor einer roten Ampel. „Ich kann mich noch erinnern, wie ich die Ampel beobachtete. Dann gab es plötzlich von hinten einen ­enormen Schlag. Zwei Tage später bin ich im Krankenhaus wieder aufgewacht.“

Ein anderer Pkw-Fahrer war nahezu ungebremst in den stehenden Wagen von Robert K. gerast. Durch die tief stehende Sonne geblendet, hatte er sowohl das Rotlicht als auch Roberts Fahrzeug übersehen. Robert erlitt schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen.
Sonnenblendung ist die häufigste Unfall­ursache bei witterungsbedingten Unfäll­en. Die starke Helligkeit führt dazu, dass der Fahrer nichts oder nur sehr wenig sieht. Die Augen müssen Höchstleistung vollbringen und brauchen Zeit, sich anzupassen. Zum Beispiel beim Einfahren in einen Tunnel an einem sonnigen Tag. Die tief stehende Sonne blendet, der Tunnel erscheint fast schwarz. Die Augen sind kaum in der Lage, die Fahrspur im Dunkel zu erkennen – geschweige denn ein liegen gebliebenes Fahrzeug oder das Ende eines Staus. Oder bei der Durchfahrt einer Allee. Der schnelle Wechsel zwischen Sonne und Schatten führt zu einem optischen Flackern. Die Baumreihen und der Schattenschlag erzeugen eine Art Tunneleffekt und verengen den Blick derart, dass Entfernungen falsch eingeschätzt werden. Andere Verkehrsteilnehmer werden leicht übersehen.

Deshalb:

  • Halten Sie die Frontscheibe sauber.
  • Nutzen Sie  die Sonnenblenden.
  • Halten Sie eine Sonnenbrille griffbereit.
  • Fahren Sie langsamer und seien Sie bremsbereit.
  • Allgemeines starkes Blendgefühl kann ein Hinweis auf ein medizinisches Problem sein. Lassen Sie regelmäßig Ihre Augen überprüfen

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BAUZ Zeitung Seite 8

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