Inhalt

Unimogs kollidieren in Staubwolke

Frontal-Crash!

Totalschaden der bei beiden Unimogs.
Totalschaden der bei beiden Unimogs.

N./ Nordrhein-Westfalen. Kurz vor 13 Uhr, Schichtwechsel. Zwei Unimogs fahren auf dem bis zu 18 Meter breiten, ­unbefestigten Verkehrsweg im Steinbruch  aufeinander zu: Ein „Truppentransporter“, der vier Kollegen zur Einsatzstelle bringt. Und ein mit nur einem Fahrer besetzter Unimog. Noch sind sie weit voneinander weg. Noch haben beide Fahrer gute Sicht ...

Unimogfahrer Richie M. (34) berichtet: „An diesem Tag war es total heiß. Vor mir kroch der Wassersprengwagen. Ich überholte ihn und dann sah ich, wie rund 200 Meter weiter vorn von links ein 40-Tonnen-Dumper auf die knochentrockene Piste in meiner Fahrtrichtung einbog.“

Der kam Ulf B. (38) und seinen vier Kollegen in dem zweiten Unimog entgegen. „Ich sah, dass der Dumper eine große Staubwolke hinter sich her zog“, berichtet Ulf. „Sie war riesengroß und brannte in den Augen. Ich konnte kaum was sehen. Deshalb nahm ich erst mal den Fuß vom Gas. Dann merkte ich, wie dicht die Staubwolke war. Die stand wie festgemauert. Trotz des Windes. Und so gab ich Gas, um da durchzukommen.“

Bei dem Unfall wurden sogar Sitze aus  der Verankerung gerissen.
Bei dem Unfall wurden sogar Sitze aus der Verankerung gerissen.
Hier wurde ein Mitarbeiter mit dem Kopf gegen die Fahrzeugwand geschleudert und schwer verletzt.
Hier wurde ein Mitarbeiter mit dem Kopf gegen die Fahrzeugwand geschleudert und schwer verletzt.

Totaler Blindflug
Auf der anderen Seite hat auch Richie die Staubwolke erreicht. Er bremst etwas und fährt dann vorsichtiger weiter. Im Gegensatz zu Ulf. Der hat das Tempo erhöht, obwohl er kaum noch etwas sieht. Aber auf einer so breiten Straße wird ja wohl nichts passieren … Beide Unimogs gehen blind auf Kollisionskurs. Als sie aus dem Nebel auftauchen, ist es fürs Bremsen zu spät: Beide Fahrer können nur noch das Steuer nach links herumreißen. Ulfs Beifahrer sieht die Gefahr. Geistesgegenwärtig hechtet er zu Ulf auf die Fahrerseite. Dann kracht es fürchterlich: Die Unimogs stoßen auf der Beifahrerseite frontal zusammen – ein Horror-Crash. Fahrer und Beifahrer hat es zum Glück nur leicht erwischt. Die Kollegen im hinteren Teil des Unimogs sind weder angeschnallt noch haben sie den Unfall kommen sehen. Es ist ein Riesenschock. Wie ungesicherte Ladung schießen sie wild durcheinander, verletzen sich schwer. Einer verbeult mit seinem Kopf sogar die Metallwand – Schädelbruch!

„Die Fahrzeugführer hätten ihre Fahrweise und Geschwindigkeit den unerwartet schlechten Sichtverhältnissen anpassen müssen“, so die zuständige Sicherheitsfachkraft. „Der Unfall zeigt, dass beide ihr Fahrzeug nicht mehr sicher beherrschen konnten. Es ist in solch einem Fall besser zu warten, bis wieder freie Sicht herrscht, und zu spät zur Schicht zu kommen, als im Staub auf der Strecke zu bleiben.“

Kontextspalte

BAUZ Zeitung Seite 3

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.