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Verschütteter in Fördertrichter

„Ich wollte nicht ersticken!“

Verschütteter wird gerettet

Spektakuläre Rettung in einem Kieswerk. Karl M. (43) war bei Reinigungsarbeiten in einen Fördertrichter gerutscht und vom Sand bis zur Brust verschüttet worden. „Ich verdanke meinen Kollegen mein Leben!“

„Es war wie in einem schrecklichen Film. Plötzlich verlierst du den Boden unter den Füßen. Und ganz langsam versinkst du im Sand. Tiefer. Immer tiefer. Du suchst Halt. Doch es gibt nichts, was du tun kannst. Je mehr du strampelst und ruderst, desto schneller bist du weg. Die Sandmassen halten dich wie mit eiserner Faust umklammert. Ich war mir sicher, dass mein letztes Stündlein geschlagen hat“, so Karl M. Doch die Kollegen reagierten blitzschnell. „Wir gruben verzweifelt mit bloßen Händen und verhinderten so, dass Karl gänzlich verschüttet wurde“, so Vorarbeiter Friedrich W. (32). „So gelang es uns, ihn bis zum Eintreffen der Feuerwehr vor den weiteren Sandmassen zu schützen.“ „Der immer wieder nachrutschende Sand war die größte Gefahr“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr. „Stellen Sie sich vor, wie es sich anfühlt, wenn nasser, schwerer Sand auf Ihren Brustkorb drückt. Da wird jeder Atemzug zur Qual. Unsere erste Aufgabe war es, den Verschütteten von oben abzusichern, dann freizugraben und schließlich mittels einer Hebevorrichtung zu bergen. Man muss genau wissen, was man tut. Das Leben eines Verschütteten hängt am seidenen Faden.“ Nach seiner Bergung wurde Karl total erschöpft und mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. „Ich bin allen Beteiligten unendlich dankbar, dass sie mir ein zweites Leben geschenkt haben.“

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BAUZ Zeitung Seite 6

BAUZ kommt.

Weil soviel passiert, passiert jetzt was.