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15-Jähriger erstickt in Sandhalde

Todesmutig

Ein Arbeiter zeigt auf die Sandhalde
Foto: Krawutschke

Der Nachmittag begann für die Jugendlichen fröhlich und entspannt. Sie hatten sich in der Nähe eines Kieswerks getroffen, um gemeinsam zu grillen und zu baden.

Doch irgendwann lockten die Sandberge nebenan. So kamen die Jugendlichen auf die Idee, durch einen Zaunspalt in das Kieswerk einzudringen und trotz Warnschildern das Gelände zu betreten. Dort kletterten sie auf einen 15 m hohen Sandhaufen, der aus ca. 2.000 Kubikmetern Sand bestand. Was keiner der Jugendlichen wusste: Im Inneren des Sandhaufens befand sich ein Trichter. Dieser entsteht, weil unterirdische Förderbänder den Sand in der Mitte aus dem Berg abziehen. Beim Durchlaufen geriet der Sand plötzlich in Bewegung. Ein 15-jähriger Junge hatte keine Chance mehr, dem Sog der Sandmassen zu entkommen. Er wurde durch den nachrutschenden Sand in die Tiefe gezogen und verschüttet. Die alarmierte Feuerwehr musste die Bergungsversuche zwischendurch mehrfach abbrechen, da für sie ebenfalls Lebensgefahr durch nachrutschenden Sand bestand. Erst durch einen Radlader konnte der Sand gefahrlos abgetragen werden. Zwei Stunden nach dem Unfall konnte der verschüttete Junge nur noch tot geborgen werden. Er war im Sand erstickt. Seine Freunde werden von Notfallseelsorgern betreut.

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BAUZ Zeitung Seite 12

BAUZ kommt.

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